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Notfallmedizin: Drohnen könnten in Zukunft Notfallmedikamente ausliefern

In wohl kaum einem anderen Bereich kommt es so sehr auf schnelles Handeln an wie in der präklinischen Notfallmedizin. Hier können Minuten, teilweise sogar Sekunden darüber entscheiden, wie hoch die Überlebenschancen eines Patienten sind. Neben schnellem Handeln ist vor allem Know-How und die richtige Ausstattung gefragt. Insbesondere bei letzterem greift eine Erfindung von Alex Monton ein, der an der Delft University of Technology als Student eingeschrieben ist. Mittels einer Ambulanz-Drohne möchte Monton Medikamente und Hilfsmittel zu Unfallorten und anderen medizinischen Notfällen senden.

Ambulanz-Drohne

Die Ambulanz-Drohnen sollen Ersthelfer am Unfallort unterstützen und anleiten.

Die Drohne könnte Leben retten

Erst vor Kurzem stellten wir euch bei Trends der Zukunft eine Drohne vor, die zur Unterstützung von Rettungsschwimmern zum Einsatz kommen soll. Die Drohne, die wir euch heute präsentieren, soll auf der Straße Menschenleben retten.

Die von Monton entwickelte Drohne transportiert Medikamente zur Wiederbelebung, einen vollautomatischen Defibrilator sowie Verbandsmaterial und andere Hilfsmittel für Ersthelfer. Das Konzept sieht vor, die Dronen so zu verteilen, dass sie jeden Ort innerhalb von einer Minute oder weniger erreichen können. Dabei erreicht die Drohne Geschwindigkeiten von mehr als 100 km/h  Beim Eingang eines Notrufes kann dann neben der Ambulanz auch noch eine der Drohnen losgeschickt werden.

Professionelle Anleitung via Videofeet

Neben den benötigten Materialien bringt die Drohne auch gleich das für deren Einsatz benötigte Know-How mit an den Unfallort. Über einen Audio- und Videofeed können ausgebildete Kräfte zugeschaltet werden, die den Ersthelfer bei seinen Maßnahmen anleitet.

Ambulanz-Drohne II

Die futuristisch anmutenden Drohnen erreichen Geschwindigkeiten von mehr als 100 km/h.

Selbstverständlich kann eine derartige Drohne eine vernünftige Notfall-Versorgung durch Rettungsassistenten oder gar einen Notarzt nicht ersetzen. Aber speziell im Falle von Herzstillständen kann der Wert von möglichst schnellen, gut durchführten Wiederbelebungsmaßnahmen nicht unterschätzt werden. In Deutschland dauert es in urbanen Ballungszentren nach dem Notruf zwar maximal 7 Minuten, bis ein Krankenwagen am Einsatzort eintrifft, aber die Minuten davor können über Leben und Tod entscheiden. Mit jeder Minute, die ungenutzt verstreicht, sinkt die Überlebenschance. Der Einsatz von Ambulanz-Drohnen bietet im Gegenzug zu normalen Herzdruckmassagen eine noch höhere Überlebenschance, da die Wiederbelebungsmaßnahmen durch die Gabe von Medikamenten und die Durchführung von Defibrilationen unterstützt werden können.

via Trendhunter

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