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Star Trek in der Wirklichkeit: Forscher aus Jena demonstrieren Teleportation eines klassischen Objekts

Die Telportation gehört bisher ins Reich der Science Fiction. Das wohl bekannteste Beispiel kommt aus der Serie “Star Trek”. “Beam mich hoch, Scotty” gehört zu den bekanntesten Serienzitaten der Welt, auch wen Captain Tiberius Kirk das so nie sagte. Doch ganz so sehr Science Fiction ist auch die Teleportation nicht mehr. Wissenschaftler sind bisher zwar nicht in der Lage, massive Teilchen zu transportieren, wohl aber deren Eigenschaften.

Teleportation und Beamen - Menschheit noch sehr sehr weit entfernt.

Star Trek ist nicht mehr länger nur Science Fiction

Tatsächlich ist es bei genauerer Betrachtung so, dass eine Vielzahl an Technologien, die sich die Autoren von Star Trek bereits vor mehreren Jahrzehnten ausgedacht haben, heute bereits Wirklichkeit sind. “Viele der damals revolutionär anmutenden Ideen aus der Star-Trek-Serie sind inzwischen Realität geworden. Sich selbst öffnende Türen, die Videotelefonie oder das aufklappbare Handy, all das haben wir zuerst in der Enterprise gesehen. Elementarteilchen wie Elektronen oder Lichtteilchen existieren per se in einem räumlich nicht abgegrenzten Zustand. Innerhalb eines solchen, über mehrere Orte verteilten Systems, lassen sich Informationen von einem Ort zum anderen ohne Zeitverlust übertragen”, erklärt Prof. Dr. Alexander Szameit von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Dieser Vorgang ist bereits seit Jahren als Quantenteleportation bekannt.

Sofortige Informationsübertragung

Den Wissenschaftlern aus Jena gelang es nun aber erstmals, experimentell zu demonstrieren, dass diese Form der Teleportation nicht nur in der Welt winziger Quantenteilchen, sondern auch in unserer klassischen Welt Bestand hat.

Dies wiesen die Forscher mit einer besonderen Art von Laserstrahl nach. “Ähnlich wie die physikalischen Zustände in einem Elementarteilchen lassen sich auch die Eigenschaften von Lichtstrahlen miteinander verschränken. Man verknüpft die zu übertragende Information mit einer bestimmten Eigenschaft des Lichts”, erläutert Dr. Marco Ornigotti aus dem Team.

Die Physiker codierten Informationen in einer bestimmten Polarisationsrichtung des Lichts und übertrugen diese mittel Teleportation auf die Form des Laserstrahls. Diese Art der Teleportation ermöglicht es allerdings nicht, größere Distanzen zu überspringen, sondern funktioniert nur lokal. Jedoch erfolgt die Informationsübertragung sofort und ohne jede Zeitverzögerung, was die Technologie beispielsweise für die Telekommunikationsbranche höchst interessant macht.

via idw-online

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