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1.125 Terabit pro Sekunde: Neuer Weltrekord bei der Datenübertragung

Immer mehr Dienste und Geräte sind inzwischen auf eine möglichst schnelle Datenübertragung angewiesen. Dies beginnt bei Online-Streamingdiensten, geht über E-Health-Anwendungen bis hin zu selbstfahrenden Autos. Doch die aktuelle Technik zur Datenübertragung wird dabei irgendwann an ihre Grenzen stoßen. Wissenschaftler arbeiten daher bereits seit längerem daran, neue Wege zur schnellen und verlustfreien Übertragung von Daten zu erschließen. So führte das estnische Start-up Velmenni bereits erste Versuche mit der so genannten LiFi-Technik durch und erreichte dabei Geschwindigkeiten von 224 Gigabit pro Sekunde. Noch schneller ging es nun am University College London: Dort wurde unter Laborbedingungen ein neuer Weltrekord von 1.125 Terabit pro Sekunde aufgestellt.

Alle Folgen Game of Thrones innerhalb von einer Sekunde

Wie schnell dies tatsächlich ist, zeigen zwei Vergleichswerte. So würde die Geschwindigkeit ausreichen, um alle Staffeln der Serie „Game of Thrones“ innerhalb von nur einer Sekunde herunterzuladen – und zwar in HD. Der durchschnittliche britische Haushalt hingegen braucht dafür deutlich länger: Dort liegt aktuell die Übertragungsgeschwindigkeit bei 24 Megabit pro Sekunde im Schnitt. Der neue Weltrekord übertrifft diesen Wert also um das 50.000fache. Möglich wurde diese enorme Geschwindigkeit durch die Einrichtung eines so genannten Super-Kanals. Dabei handelt es sich um fünfzehn separate Übertragungen mit Hilfe von optischen Signalen unterschiedlicher Wellenlängen. Am Empfangsort werden die verschiedenen Signale dann wieder zu einem einzelnen Signal zusammengefügt.

Unter realen Bedingungen geht immer Geschwindigkeit verloren

Bis die Technik aber tatsächlich flächendeckend zum Einsatz kommt, könnte noch einiges an Zeit vergehen. Denn erstens wurde die Rekordgeschwindigkeit bisher nur unter Laborbedingungen erreicht. Die Erfahrung mit anderen Übertragungstechniken zeigt allerdings, dass unter realen Bedingungen zumeist einiges an Geschwindigkeit verloren geht. Hinzu kommt, dass die Forscher der Londoner Universität Transmitter und Responder direkt miteinander verbunden hatten. In der Praxis sind aber vor allem Übertragungen über längere Distanzen von Bedeutung. Theoretisch würden aber auch deutsche Kunden durchaus von einer schnelleren Übertragungsgeschwindigkeit profitieren: Die Glasfaserkabel hierzulande erreichen maximale Geschwindigkeiten von 100 Gigabit pro Sekunde.

Via: DigitalJournal

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