Der Name Kalaschnikow ist weltweit bekannt. Allerdings nicht aus den allerbesten Gründen: Mit dem Ak-47 produziert der Konzern das erfolgreichste Sturmgewehr aller Zeiten. Benannt wurden Firma und Gewehr nach dem Waffenentwickler und General Michail Timofejewitsch Kalaschnikow. Tatsächlich ist das Unternehmen aber nicht nur militärisch aktiv, sondern besitzt mit der Firma Zala Aero beispielsweise auch einen Drohnenbauer. Nun hat der Konzern das Konzept für ein Hoverbike vorgestellt. Auf dem veröffentlichten Video ist zu sehen, dass auf jeder Seite jeweils acht Rotoren das Gefährt durch die Luft schweben lassen. Es handelt sich also noch um einen Prototypen ohne endgültiges Design und Verkleidung. Erst ganz am Ende des Videos wird ein Eindruck davon vermittelt, wie das Gefährt später einmal tatsächlich aussehen könnte.


Da noch keine Verkleidung angebracht wurde, sind die acht Rotoren auf jeder Seite des Hoverbike gut zu sehen. Foto: Kalaschnikow

Zu Reichweite und Ladedauer gibt es bisher keine Angaben

Der Pilot nimmt in jedem Fall in der Mitte Platz und steuert das Hoverbike mithilfe von zwei Joysticks. Der Konzern arbeitet inzwischen aber auch an autonomer Steuerungstechnologie – etwa für Panzer – und könnte diese dann theoretisch auch auf das Hoverbike übertragen. Viel mehr Informationen hat das Unternehmen noch nicht bekannt gegeben. Es deutet aber einiges darauf hin, dass der Antrieb durch einen Elektromotor erzeugt wird. Dies wiederum würde die Frage nach der Reichweite und der Ladedauer aufwerfen. In diesen beiden Punkten halten sich die Entwickler aber mit konkreten Zahlen noch zurück. Zumindest wurde  unter Beweis gestellt, dass ein solches Hoverbike tatsächlich funktionsfähig ist. Bis zur Marktreife dürfte aber noch etwas Arbeit auf die Entwickler warten: Aktuell ist der Prototyp noch arg unhandlich.

Zivile und militärische Einsatzmöglichkeiten sind denkbar

Ungeklärt ist zudem die Frage, ob das Hoverbike für zivile oder militärische Zwecke entwickelt wird. Zwar ist Kalaschnikow in erster Linie ein Rüstungsproduzent, das Unternehmen besitzt aber – wie bereits erwähnt – durchaus auch andere Sparten. Ein Detail könnte auf eine geplante militärische Nutzung hindeuten: Der im Video gezeigte Testflug fand bei einem Besuch des Unternehmenschefs des Waffenkonzerns Rostec statt. Dieser ist mit 51 Prozent Mehrheitseigner von Kalaschnikow. Auf den ersten Blick würde es nur wenig Sinn machen, dem Chef einer Rüstungsschmiede eine rein zivile Neuentwicklung zu zeigen. Doch dies ist reine Spekulation, Kalaschnikow selber machte dazu schlicht keine Angaben.


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