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250 Millionen Euro: Die Bundesregierung fördert die Entwicklung von Wasserstoffautos

Die meisten Experten gehen davon aus, dass der klassische Verbrennungsmotor langfristig der Vergangenheit angehören wird. Aktuell versucht die deutsche Bundesregierung diesen Prozess zu beschleunigen, indem Käufer eines Elektroautos einen Zuschuss von bis zu 4.000 Euro erhalten. Neben dem Antrieb durch einen Elektromotor gilt aber auch die Brennstoffzelle im Auto als mögliche Antriebstechnik der Zukunft. Wie die Tageszeitung „Die Welt“ berichtet, plant die Bundesregierung nun ein millionenschweres Förderprogramm, um die Technologie wettbewerbsfähig zu machen. Denn bisher haben VW und Audi zwar schon Autos mit Brennstoffzelle präsentiert. Diese dienen allerdings nur als Technologiedemonstrator. Kaufen kann man Autos mit Wasserstoffantrieb hingegen noch bei keinem deutschen Autohersteller – wohl aber bei Toyota.

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Toyota FCV Plus Bild: Toyota

Seit 2006 wurden rund 1,4 Milliarden Euro investiert

In den nächsten drei Jahren will der Bund daher 250 Millionen Euro für die Forschung und Entwicklung in diesem Bereich zur Verfügung stellen. Die Summe ist dabei durchaus signifikant. Zum Vergleich: Seit dem Jahr 2006 haben Regierung und Industrie rund 1,4 Milliarden Euro in die Brennstoffzellen-Technologie investiert. Anders als bei Elektroautos müssen Kunden bei einem Auto mit Brennstoffzelle keine Nachteile in Sachen Reichweite in Kauf nehmen. Denn die Autos kommen mit einer Tankladung rund 500 Kilometer weit. Der Nachtankvorgang dauert zudem lediglich einige Minuten. Preislich allerdings liegen die Autos eher in der höheren Kategorie: Der Toyota Mirai kostet rund 80.000 Euro.

Auch Busse und Flugzeuge können den Wasserstoffantrieb nutzen

In Deutschland kommt auf die Käufer zudem eine weitere Problematik zu: Die benötigte Infrastruktur ist bestenfalls rudimentär ausgebaut. Landesweit gibt es lediglich rund zwanzig Tankstellen – von denen einige zudem nicht öffentlich zugänglich sind. Ein Teil der nun bereitgestellten Millionen soll daher dazu dienen, die notwendige Infrastruktur zu errichten. Neben Autos können natürlich auch weitere Verkehrsmittel durch eine Brennstoffzelle angetrieben werden. So verkauft Toyota inzwischen auch Busse mit Wasserstoffantrieb. Diese sollen unter anderem bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio zum Einsatz kommen. Zuletzt absolvierte zudem das wasserstoffbetriebene Passagierflugzeug HY4 seinen Jungfernflug. Die nun geplante Forschungsförderung könnte auch in diesem Bereich zu weiteren Verbesserungen führen.

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