Uli Sambeth hat gestern Abend zusammen mit seinem Sohn ein wahres Feuerwerk in der Höhle der Löwen abgebrannt. Noch nie zuvor in der Geschichte der erfolgreichen Startup-Show konnten alle fünf Löwen für ein Investment gewonnen werden. Das erstaunliche, der eBall von Uli Sambeth befand sich nach wie vor im Prototypen-Stadium und der Tüftler hat auch noch nicht ein Gerät verkaufen können. Die Löwen gaben Sambeth dennoch 500.000 Euro und darüber hinaus ihre wichtige Unterstützung. Der eBall kann ab jetzt vorbestellt werden. Die ersten Besteller sollen das Gerät dann bis spätestens Juni 2017 erhalten.


 eBall: Jochen Schweizer, Joschua und Uli Sambeth Foto: VOX / Bernd-Michael Maurer
eBall: Jochen Schweizer, Joschua und Uli Sambeth Foto: VOX / Bernd-Michael Maurer

eBall-Erfolg auf ganzer Linie

Die gestrige Sendung wurde bereits Anfang des Jahres aufgezeichnet. Zwischen dem regulären Pitch und der finalen Deal-Unterzeichung verstrich noch einmal ein wenig Zeit. Wie Uli Sambeth betont, war es gar nicht so einfach zunächst einen Termin mit allen Löwen zu bekommen. Es folgten dann einige Gespräche und auch Verhandlungen um die Verteilung der Anteile und der Aufgaben. Auf der eBall-Website wird das futuristische Kugel-Gefährt aktuell für 949 Euro angeboten. Der reguläre Preis beträgt 999 Euro. Der eBall aus der Höhle der Löwen kann ab sofort vorbestellt werden. Das finale Produkt wird dann ab Juni 2017 versendet. Der eBall wird vom Design her noch etwas schicker gemacht. Beim fertigen Modell werden die Motoren noch umkleidet. Das macht den eBall etwas eleganter und lässt diesen nicht mehr ganz so klobig wirken.

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Sambeth behält 51 Prozent der Firma

Für den eBall-Erfinder war es bis zum Auftritt in der Höhle der Löwen ein schwerer Weg. 250.000 Euro Eigenkapital hat der Tüftler bereits in die Entwicklung des eBalls gesteckt. Der Deal mit den Löwen war die Rettung. Gleich alle fünf Löwen mit in das Boot zu holen, ist wie ein 6er im Lotto. „Ich habe mit vier Löwen gerechnet“, spaßte Uli Sambeth gestern noch in der Sendung, die wieder Millionen Menschen vor die Fernsehgeräte zog. Die Aufgaben sind nun klar verteilt. Frank Thelen wird in Kürze eine Kickstarter-Kampagne starten. Carsten Maschmeyer kümmert sich um den Vertrieb, Judith Williams kümmert sich darum den eBall über Influencer zu vermarkten und Jochen Schweizer übernimmt die Vermarktung über Events. Ralf Dümmel nimmt die Produktion und den Handel in die Hand. Es wurden auch schon Partner in Fernost ausfindig gemacht, die den eBall in Zukunft herstellen. Hoffentlich bleibt dabei die Qualität erhalten. Jeder Löwe hält nun 9,8 Prozent an der eBall-Firma. Um eine Pattsituation zwischen Gründer und Löwen zu vermeiden, verbleiben 51 Prozent beim Erfinder. Der ursprüngliche Deal bezog sich ja auf 50:50.

Die Löwen haben bereits schwindelerregende Verkaufszahlen prognostiziert und werden den eBall kräftig vermarkten. Der Marktstart erfolgt ebenfalls Mitte Juni 2017. Interessant ist auch, dass der finale Deal und die Gründung der eBall GmbH erst 48 Stunden vor Ausstrahlung der Sendung erfolgten. Vor der Höhle der Löwen arbeiteten fünf Mitarbeiter an dem eBall und das über einen Zeitraum von 2,5 Jahren. Nun dürfte alles -dank des fünffachen Turbos- wesentlich schneller vonstattengehen.

eBall im Video

Es bleibt spannend wie lange die Löwen zusammen an dem Projekt arbeiten. In der Vergangenheit gab es so manche Trennung zweier Löwen, die gemeinsam investierten. Beim Popcornloop beispielsweise stieg Vural Öger aus und überlies Judith Williams das Feld. Ähnlich verlief es auch beim Mode-Startup „Von Floerke„. Öger ging und Williams sollte auf Anraten des Gründers ihre Anteile wieder verkaufen. Zwischen Judith Williams und Frank Thelen scheint die Chemie jedoch stimmiger zu sein. Das Suppen-Startup Little Lunch wird noch von beiden Investoren betreut und erfreut sich hoher Umsatzzahlen. Nun hat es Little Lunch sogar in die TV-Werbung geschafft. Ein Raketenstart. Ähnlich soll das auch beim eBall funktionieren. An Kompetenzen sollte es jedenfalls nicht mangeln. Carsten Maschmeyer gibt sich gelassen bescheiden und sagt dazu, wie wir es bereits kennen:“ Wir werden das Unternehmen groß machen“.

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