Das G7-Gipfeltreffen in Japan wird wohl vor allem in Erinnerung bleiben, weil mit Barack Obama erstmals ein US-Präsident die Gedenkstätte in Hiroshima besuchte. Neben diesem historischen Ereignis wurden aber auch konkrete politische Vereinbarungen getroffen. In Sachen Klimaschutz dabei besonders interessant: Erstmals wurde ein konkreter Termin benannt, an dem die beteiligten Staaten sämtliche Subventionen für fossile Energieträger gestrichen haben wollen – das Jahr 2025. Gleichzeitig riefen die sieben größten Industrieländer und die Europäische Union die restlichen Staaten der Weltgemeinschaft dazu auf, diesem Beispiel zu folgen. Dabei geht es um durchaus beträchtliche Summen. Die OECD schätzt, dass sich die direkten Subventionen ihrer Mitgliedsstaaten für klimaschädliche Energieträger auf bis zu 200 Milliarden Dollar jährlich belaufen.


Video screen capture ODI, via: Treehugger
Video screen capture ODI, via: Treehugger

Konkrete Maßnahmen zur Umsetzung der Ziele fehlen noch

Das Ziel solche Subventionen ersatzlos zu streichen, verfolgt die G7 dabei offiziell bereits seit dem Jahr 2009. So konkret wie in diesem Jahr waren die Aussagen in den Abschlussdokumenten bisher aber noch nie. Dort hieß es diesmal unter anderem: „Ausgehend von der Tatsache, dass die Produktion und der Verbrauch von Energie für rund zwei Drittel der Treibhausemissionen verantwortlich sind, erkennen wir die wichtige Rolle an, die der Energiesektor bei der Bekämpfung des Klimawandels zu spielen hat.“ Folgerichtig wurde daher diesmal mit dem Jahr 2025 auch erstmals ein konkretes Zieldatum benannt. Klimaschutzorganisationen zeigten sich davon grundsätzlich erfreut, verwiesen aber darauf, dass diese Ziele nun auch durch konkrete Maßnahmen untermauert werden müssten.

Japan und Großbritannien haben gerade erst neue Subventionen beschlossen

Bisher verläuft die Entwicklung in den einzelnen G7-Staaten in Sachen Energiesubventionen dabei durchaus unterschiedlich. Zwar sind die Ausgaben zur Unterstützung fossiler Energieträger insgesamt gesunken – was aber auch mit ohnehin fallenden Weltmarktpreisen zusammenhängen könnte. Großbritannien und Japan waren zuletzt zudem in die Kritik geraten, weil sie neue Subventionen beschlossen: Die Briten für Öl aus der Nordsee, die Japaner für neue Kohleprojekte. Es bleibt also abzuwarten, ob in neun Jahren tatsächlich sämtliche Subventionen gestrichen sein werden.


Via: The Guardian

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