In den letzten Jahren kam es in Sachen Solarförderung in Deutschland zu einigen Veränderungen. Zu Beginn des Erneuerbare-Energien-Gesetzes war die Förderung für die Einspeisung in das öffentliche Netz so hoch, dass sich alleine dadurch die Installation auf dem Dach im Laufe der Zeit refinanzierte. Inzwischen allerdings wurde die sogenannte Einspeisevergütung gesenkt. Parallel dazu sind die Strompreise gestiegen. Lukrativ sind die Solarmodule inzwischen vor allem, weil durch sie die monatliche Stromrechnung sinkt. Oder anders ausgedrückt: Die Installation wirft immer dann den größten Gewinn ab, wenn der Strom direkt vor Ort verbraucht werden kann – und gar nicht erst ins öffentliche Netz eingespeist werden muss.


Ein Platz in der Garage bietet sich für den Stromspeicher an. Foto: Ikea

Ikea kooperiert bei der Umsetzung mit anderen Firmen

Unglücklicherweise lässt sich die Strahlung der Sonne aber nicht auf den eigenen Strombedarf abstimmen. Daher erfreuen sich Energiespeicherlösungen einer immer größeren Beliebtheit. Insbesondere Autohersteller, die im Zuge der Elektromobilität ohnehin in diesem Bereich forschen, haben inzwischen entsprechende Lösungen auf den Markt gebracht. Dies gilt für den Elektroauto-Pionier Tesla ebenso wie für den deutschen Premium-Hersteller Mercedes-Benz. In Großbritannien ist nun ein weiterer bekannter Name in das Geschäft eingestiegen: Dort können Kunden bei Ikea jetzt nicht nur Solarmodule kaufen, sondern direkt auch noch einen Stromspeicher installieren lassen. Realisiert wird das Angebot in Kooperation mit dem Unternehmen Solarcentury. Ikea stellt allerdings selbst keine Stromspeicher her, sondern diese werden von bekannten Branchengrößen bezogen.

Die Installation wird von Fachleuten übernommen

Das schwedische Möbelhaus präsentiert auf der entsprechenden Webseite zudem eine Beispielrechnung. Demnach kann es gelingen, den Prozentsatz des selbst verbrauchten Solarstroms durch eine installierte Batterie von 20 Prozent auf stolze 65 Prozent zu steigern – was massive Einsparungen bei der Stromrechnung zur Folge hätte. Detaillierte Zahlen lassen sich aber natürlich nur für den Einzelfall berechnen. Anders als bei vielen Möbeln des Konzerns ist zudem kein handwerkliches Geschick gefragt: Die Installation der Module und des Batteriespeichers wird von Experten vor Ort übernommen. Ikea könnte bei diesem Angebot von der bereits vorhandenen Marktposition profitieren: Denn zum einen hat das Unternehmen bereits zahlreiche Kunden, die den Angeboten des Konzerns vertrauen. Zum anderen sinken bei großen Absatzmengen in der Regel die Preise.


Via: Inhabitat

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