Die arabischen Golfstaaten versuchen in den letzten Jahren durch die Veranstaltung sportlicher Großveranstaltungen international an Prestige zu gewinnen. In der dort herrschenden Hitze Sport zu treiben, ist allerdings gar nicht so einfach. Bisher werden die Stadien in der Wüste deswegen einfach mit Hilfe von Klimaanlagen heruntergekühlt. Die Umweltbilanz dieser Vorgehensweise ist allerdings extrem bedenklich. Das Emirat Dubai will daher nun gemeinsam mit dem Architekturbüro Perkins + Will einen anderen Weg beschreiten: Ein riesiges schüsselförmiges Stadion soll so gebaut werden, dass eine natürliche Kühlung entsteht und Klimaanlagen überflüssig werden. Benannt werden soll das Stadion dann nach dem Emir von Dubai und folgerichtig Mohammed bin Rashid Stadium heißen.


Copyright: Perkins + Will
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Ein riesiger Pool unterhalb des Stadions dient als Kühlkörper

Möglich werden soll die natürliche Kühlung unter anderem durch eine besondere Außenfassade. Diese besteht aus perforiertem Metall und lässt so einen Luftzug entstehen – ohne dass der gefürchtete Wüstensand in das Stadion gelangen kann. Übermäßig heiße Winde sollen zudem durch außerhalb des Stadions gepflanzte Bäume abgehalten werden. Zudem ist geplant, dass Dach der Arena aus lichtdurchlässigem Glas mit einer Teflonschicht zu gestalten. Auf diese Weise wird ein Großteil der Sonnenstrahlen reflektiert und das Innere des Stadions kann sich nicht aufheizen. Unterhalb des Stadions – das sich in etwa achtzehn Meter über dem Boden befindet – ist zudem ein riesiger Pool geplant, der wie ein natürlicher Kühlkörper nach oben wirken soll.

Das Stadion soll bis zu 60.000 Zuschauern Platz bieten

Letztlich soll das Stadion mit der natürlichen Kühlung dann sogar allen Ansprüchen der FIFA genügen und theoretisch für Fußball-Länderspiele vor bis zu 60.000 Zuschauern genutzt werden können. Rund um die Arena ist zudem ein größerer Sportpark geplant – unter anderem mit Trainingsplätzen, einer Sporthalle und einer Einkaufsmeile. Diese Anlagen dürften dann allerdings auf konventionelle Weise gekühlt werden. Wann mit dem Bau des Stadions begonnen werden soll, ist noch nicht bekannt. Dubai hatte zuletzt allerdings mit einigen ambitionierten Projekten für Aufsehen gesorgt: So will das Emirat bis 2030 jedes Hausdach mit Solarpanels bestücken, plant den Bau eines neuen Rekordwolkenkratzers und ist auch am Einsatz der neuen Hyperloop-Technologie interessiert.


Via: Inhabitat

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