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In Norwegen entsteht der größte Onshore-Windpark der Welt

Norwegen ist eigentlich in erster Linie für seine reichen Öleinnahmen bekannt. Gleich zweimal lehnte das Land daher den Beitritt zur Europäischen Union ab und blieb lieber vollkommen eigenständig. Seit einiger Zeit aber scheint auch Norwegen nicht mehr von der Zukunft des Öls überzeugt zu sein und setzt stattdessen auf Erneuerbare Energien. So wurde der norwegische Staatsfonds, der aus den Einnahmen der Ölverkäufe gespeist wird, angewiesen, keine klimaschädlichen Investments mehr zu tätigen. Gleichzeitig ist bereits jetzt jeder fünfte neu zugelassene Wagen in Norwegen ein Elektroauto. Da passt es gut, dass nun in der Mitte Norwegens, mit einer Kapazität von 1 GW, der größte Onshore-Windpark der Welt entstehen wird.

Foto: National Renewable Energy Laboratory (Public Domain)

Foto: National Renewable Energy Laboratory (Public Domain)

Die Kapazität der Windkraft verdoppelt sich auf einen Schlag

Norwegen ist dabei grundsätzlich für die Nutzung Erneuerbarer Energien sehr gut geeignet. Denn das Land verfügt über zahlreiche auf Wasserkraft basierende Pumpspeicherkraftwerke. Weht der Wind also übermäßig stark, wird das Wasser einfach kostengünstig hinaufgepumpt und kann dann während einer Flaute wieder herabgelassen werden. Auf diese Weise lassen sich die Schwankungen in der Stromversorgung relativ einfach ausgleichen. Der neue Windpark soll dabei aus insgesamt sechs einzelnen Farmen bestehen, die allerdings miteinander verbunden sind. Wie ambitioniert der Plan dabei tatsächlich ist, verdeutlicht ein simpler Fakt: Geht die Anlage wie geplant in Betrieb, verdoppelt sich der Anteil der Windkraft an der Energieversorgung des Landes sofort.

Die Windkraft verbessert die Umweltbilanz der Elektroautos

Gebaut werden sollen die Windräder dabei von einem Konsortium unter der Führung des staatlichen norwegischen Energiekonzerns Statkraft. Geplant wird dabei mit Baukosten von 1,1 Milliarden Euro. Ein durchaus ambitioniertes Investment, das sich allerdings lohnen könnte. Denn der Standort in der Mitte Norwegens wurde schon vor längerer Zeit als einer der windstärksten in ganz Europa ausgemacht. Mehr oder weniger nebenbei verbessert die steigende Bedeutung der Windenergie dabei auch die Umweltbilanz der vielen Elektroautos im Land. Denn solange diese mit Strom aus Ölkraftwerken betrieben werden, ist umwelttechnisch nicht viel gewonnen. Stammt die Energie aber aus Wind- und Wasserkraft hilft dies Umwelt und Klima ungemein.

Via: Treehugger

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