Urban Farming erfreut sich weltweit einer immer größeren Beliebtheit. So entsteht in den Vereinigten Staaten gerade ein ganzes Hochhaus mit integriertem Gemüseanbau. In Japan wiederum soll im nächsten Jahr eine Indoor Farm eröffnen, die ausschließlich von Robotern betrieben wird. Und in Deutschland baut der Metro-Konzern in einem Laden in Berlin frische Kräuter für den Verkauf an. Eine besondere Form des Urban Farming betreibt zudem die amerikanische Fluggesellschaft JetBlue. Diese hat im Terminal T5 des New Yorker John-F.-Kennedy Airports eine mehr als zweitausend Quadratmeter große Fläche für den Gemüseanbau reserviert. Dort wachsen seit dem vergangenen Jahr blaue Kartoffeln und verschiedene Kräuter.


Photo: Yuka Yoneda for Inhabitat NYC
Photo: Yuka Yoneda for Inhabitat NYC

Die Abfälle umliegender Restaurants werden gezielt kompostiert

Insgesamt wurden von JetBlue fünftausend quadratische Pflanzenkästen aufgestellt. Sechzig Prozent werden dabei für den Kartoffelanbau genutzt, während die anderen vierzig Prozent vornehmlich dem Kräuteranbau dienen. Die Pflanzen wachsen dabei in einem ganz besonderen Boden. Denn dieser entsteht durch die Kompostierung der Bioabfälle verschiedener Restaurants aus Terminal T5. Dieser Boden soll dann besonders nährstoffreich sein und das Wachstum der Kartoffeln und Kräuter beschleunigen. Die angebauten Pflanzen wurden dabei in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Flugbehörden ausgewählt. Auf diese Weise sollte vermieden werden, dass die JetBlue-Farm beispielsweise bestimmte Vögel anlockt, die dann für Probleme bei startenden und landenden Flugzeugen sorgen könnten.

Die blauen Kartoffeln sollen später einmal zu Chips verarbeitet werden

„Ein Flughafen wirkt auf den ersten Blick wie ein ungewöhnlicher Ort für ein Farm-Experiment, aber gibt es einen besseren Weg unsere Rolle in der Nahrungsmittelkette zu untersuchen als Pflanzen hier in unserem Hinterhof am JFK Airport anzubauen?“, erklärte Sophia Mendelsohn, bei JetBlue für Nachhaltigkeit zuständig. Bisher allerdings ist die Farm nicht nur für die Öffentlichkeit nicht zugänglich, sondern die angebauten Produkte werden auch von der Airline nicht selbst verwendet. Vielmehr werden die meisten geernteten Pflanzen für den guten Zweck gespendet. Der Chipshersteller TERRA Chips arbeitet aber aktuell daran, die blauen Kartoffeln in den eigenen Produktionsprozess zu integrieren.


Via: Inhabitat

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