Die kubanische Wirtschaft gehört mit Sicherheit nicht zu den modernsten der Welt. In den letzten Jahren kam es allerdings in einzelnen Bereichen durchaus zu innovativen Entwicklungen. So begann im vergangenen Jahr ein erster Test mit öffentlichen Wlan-Spots in Havanna. Im Bereich der Erneuerbaren Energien setzt das Land zudem auf deutsche Hilfe, um die Stromproduktion nachhaltiger zu gestalten. Unter den Präsidenten Raul Castro und Barack Obama kam es außerdem zu einer leichten Annäherung der ehemaligen Erzfeinde. Dies ermöglichte zu Beginn des letzten Jahres die Eröffnung der ersten US-Fabrik auf kubanischem Boden. Dort werden seitdem Traktoren für den kubanischen und lateinamerikanischen Markt produziert.


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Chinesische Experten schulen die neuen Mitarbeiter

Die exportierten Traktoren stellen allerdings eher eine Ausnahme dar. Ansonsten verkauft Kuba zumeist nur Rohstoffe und landwirtschaftliche Produkte auf dem Weltmarkt. Im Bereich der Computertechnologie will das kommunistische Regime nun allerdings auch selbst in die Produktion einsteigen. Dazu hat das Land eine Kooperation mit dem chinesischen Unternehmen Haier abgeschlossen. Der Computerhersteller wird Kuba nicht nur mit der benötigten Technik beliefern, sondern übernimmt auch die Ausbildung der für den Zusammenbau notwendigen Mitarbeiter. Langfristig möchte die kubanische Regierung dann aber auch selbstständig in der Lage sein, Computerexperten auszubilden. Neben Laptops und Netbooks der neuesten Generation sollen in Kuba zudem zukünftig auch Tablets produziert werden.


Im ersten Jahr sollen 120.000 Geräte hergestellt werden

Die Kapazität der neuen Fabrik ist allerdings noch ausbaufähig. So können dort zunächst jährlich nur 120.000 Geräte produziert werden. Es ist aber durchaus möglich, dass, wenn der Betrieb erfolgreich angelaufen ist, die Produktionszahlen auch zeitnah erhöht werden. Denn grundsätzlich soll die erste Computerfabrik des Landes nicht nur die einheimische Bevölkerung mit lokaler Hochtechnologie versorgen, sondern einen Teil der Produktion auch in andere lateinamerikanische Länder exportieren. In die Vereinigten Staaten können die Laptops und Tablets allerdings auch weiterhin nicht geliefert werden. Trotz der Annäherung in den letzten Jahren ist nämlich das amerikanische Wirtschaftsembargo gegen Kuba noch immer in Kraft.

Via: Engadget

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