Große Textmengen können abschreckend wirken. Selbst wenn einen das Thema grundsätzlich interessiert, traut man sich oft dennoch nicht heran, weil man fürchtet, nicht genug Zeit zu besitzen. Da wäre es praktisch, wenn man sein eigenes Lesetempo kontrollieren und erhöhen könnte. Die App „Spritz“ verspricht, dass User – wenn sie sich an die neue Lesetechnik gewöhnt haben – tausend Worte in der Minute lesen können.


Spritz App
Spritz für Smartwatches

„Krieg und Frieden“ in knapp zehn Stunden lesen?

Um diese Zahl einzuordnen, muss man sich bewusst machen, dass der Roman „Krieg und Frieden“ von Leo Tolstoi rund 550.000 Wörter hat. In gut neun Stunden wäre man also mit einem der dicksten Wälzer der Literaturgeschichte fertig. Auf klassische Weise brauchen selbst geübte Schnellleser mehrere Wochen für dieses Werk. Wie aber funktioniert die Lesetechnik der App? Im Wesentlichen beruht die Entwicklung auf der Erkenntnis, dass die meiste Zeit beim Lesen während des Wechsels zu einem neuen Wort verloren geht.

Die Spritz-App blendet deswegen jeweils nur ein Wort ein – und zwar immer an derselben Stelle. Ein Buchstabe wird zudem rot markiert und zentral platziert. Dies hilft dem Leser das Wort so schnell wie möglich zu erfassen. Eine schnelle Auffassungsgabe ist auch von Nöten, denn nach weniger als einer Sekunde erscheint bereits das nächste Wort. Diese Art des Lesens funktioniert erstaunlich gut – auf der Webseite des Unternehmens kann jeder einen Selbstversuch unternehmen und die Geschwindigkeit nach und nach erhöhen.


Längere Texte mit der Smart Watch lesen

Allerdings ist das Lesen mit der Spritz-App nicht gerade entspannend. Für Romane und dicke Schmöker sollte man sich also auch weiterhin lieber die Zeit nehmen, diese auf traditionelle Art und Weise zu lesen. Die Spritz-App kann aber beispielsweise zum Einsatz kommen, um längere Artikel auf einer Smart Watch zu lesen oder um den begrenzten Platz auf Werbebannern optimal zu nutzen.

Spritz im Video

Quelle: Digital Journal

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1 Kommentar

  1. werner

    12. November 2014 at 15:19

    Gibt es auch als Bookmarklet für den Browser, damit kann man markierten Text lesen:
    http://www.spritzlet.com/

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