Lastenfahrräder können eine sinnvolle Alternative sein, um Dinge über eine kurze Distanz zu transportieren. Insbesondere in Großstädten kann beispielsweise die Zustellung auf der sogenannten „letzten Meile“ auf diese Weise deutlich schneller erfolgen als etwa mit dem LKW. Wenn die Strecke aber sehr hügelig oder die Ladung extrem schwer ist, muss der Fahrer schon ordentlich Muskelkraft zum Einsatz bringen, damit die Ladung ans Ziel kommt. Das Hamburger Startup Nüwiel hat daher nun einen Fahrradanhänger entwickelt, der nicht nur aus jedem Fahrrad ein Lastenrad machen kann, sondern durch einen integrierten Elektromotor auch dazu beiträgt, dass die Ladung einfacher und sicherer transportiert werden kann.


© NÜWIEL

Sensoren in den Achsen sorgen für die Abstimmung mit dem Fahrrad

Angeschlossen wird der Fahrradanhänger über eine einfache Kupplung. Es muss also keine elektrische Verbindung zwischen Fahrrad und Anhänger hergestellt werden. Vielmehr sind in den Achsen Sensoren eingebaut, die die Bewegungen des Fahrrads erkennen. Tritt der Fahrer also in die Pedale, setzt der Elektromotor ein und gibt bis zu einer Geschwindigkeit von 25 Stundenkilometern einen zusätzlichen Schub. Bremst der Fahrer hingegen wird auch dies durch die Sensoren erkannt und der Anhänger bremst ebenfalls. Die dabei entstehende Bremsenergie wird genutzt, um den Akku wieder aufzuladen. Der Anhänger soll zudem so konzipiert werden, dass er problemlos auch per Hand gezogen werden kann und dann wie ein Handkarren mit Elektromotor funktioniert. Langfristig sollen so mehr Unternehmen dazu bewogen werden, ihre Waren auf diese umweltfreundliche Weise auszuliefern.

Für Unternehmen bereits ab September erhältlich

Aufgeladen werden kann der Akku an der Steckdose zuhause. Eine volle Ladung dauert dabei rund vier Stunden und reicht aus, um etwa fünfzig Kilometer zurückzulegen. Durch den Einsatz eines Wechselakkus kann die Reichweite auch noch erhöht werden. Unternehmen sollen den Fahrradanhänger mit Elektroantrieb bereits ab September diesen Jahres kaufen können. Privatkunden müssen sich hingegen noch bis zum Jahr 2019 gedulden. Über den Preis machte das Hamburger Startup bisher noch keine Angaben. Eine Zielmarke wurde aber bereits definiert: Transporte in der Stadt sollen bis zu 50 Prozent schneller möglich sein als bei der Nutzung eines PKW.


Via: Treehugger

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