Selbstfahrende Autos gelten als die nächste große Revolution des Transportwesens. Die dazu notwendige Technologie ist bereits vorhanden – und die ersten Fahrzeuge auch bereits testweise auf den Straßen unterwegs. Es ist daher keine all zu gewagte Prognose mehr, dass Autos in Zukunft wohl ohne Fahrer auskommen werden. Schwieriger zu beantworten ist allerdings die Frage, inwieweit dieser technologische Fortschritt auch den Rest unseres täglichen Lebens beeinflussen wird. Christopher Mims hat im Wall Street Journal dazu nun eine interessante Prognose abgegeben: Er geht davon aus, dass autonom fahrende Autos zu einer Renaissance der weit entfernt liegenden Vorstädte im Grünen führen werden.


Bis 2040 machen selbstfahrende Autos 75 Prozent des Verkehrs aus
Bis 2040 machen selbstfahrende Autos 75 Prozent des Verkehrs aus

Größere Häuser im Grünen gewinnen an Attraktivität

Selbstfahrende Autos sollen nämlich nicht nur günstiger sein als Autos heute, sondern aufgrund der vernetzten Technik auch schneller ans Ziel kommen. Somit wären lange Wege bis zur Arbeit nicht mehr das große Problem. Vor allem junge Leute könnten also den teuren Mieten der Städte entgehen und aufs Land oder in günstigere Vorstädte ziehen. Es käme also zu einer zunehmenden Zersiedelung. „Mit den Einsparungen durch autonome Autos, wird man in der Lage sein, das kleine Apartment in der City gegen ein größeres Haus weiter weg einzutauschen, das mehr Frieden und Ruhe sowie bessere Schulen für die Kinder bietet“, schreibt Mims in seiner Kolumne.

Die Zeit im Auto kann der Entspannung dienen

Pendler müssten sich dann nicht mehr selbst auf den Verkehr konzentrieren oder sich über verspätete Züge ärgern, sondern könnten entspannt zur Arbeit fahren – während sie beispielsweise einen Film auf dem Tablet gucken oder E-Mails beantworten. Oder um es mit den Worten von Alison Arrieff von der New York Times zu sagen: „Zeit im Auto wird zur Freizeit, zu etwas wünschenswertem“. Allerdings könnte eine Flotte autonom fahrender Autos auch für sinkende Mieten in den Innenstädten sorgen. Denn Prognosen haben ergeben, dass weniger Platz für breite Straßen und Parkplätze benötigt werden würde. Dieser könnte dann beispielsweise für den Bau neuer Wohnungen genutzt werden. Es bleibt also abzuwarten, wie sich die technische Entwicklung in Sachen autonomer Autos auf die Entwicklung des Stadtlebens auswirken wird.


Via: Treehugger

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