Neuen Technologien gelingt oft dann der Durchbruch, wenn sie es schaffen, klassische Alltagsprobleme der Menschen zu lösen. So wurden auf der arabischen Halbinsel ganze Büros mit dem 3D-Drucker errichtet. Doch dabei handelt es sich in erster Linie um Experimente, von denen letztlich nur wenige Menschen profitieren werden. Anders sieht dies bei einem Projekt in China aus: Bushaltestellen aus dem 3D-Drucker sollen dort Wartende vor Regen und Sonne schützen. Die fünf wichtigsten Fakten:


Die Zahl der Sitzgelegenheiten hat sich durch die Haltestelle aus dem 3D-Drucker um vier erhöht. Foto: WinSun

1. Wo steht das Wartehäuschen aus dem 3D-Drucker?

In der historischen Stadt Fengjing in unmittelbarer Nähe von Shanghai. Dort wird es von der Linie 4 angefahren und stellt eine enorme Verbesserung gegenüber der Situation zuvor dar: Bisher gab es an der Stelle nämlich lediglich ein Halteschild.


2. Woraus besteht die gedruckte Haltestelle?

Aus alten Bauabfällen. Diese wurden von dem Unternehmen WinSun eingesammelt und so aufbereitet, dass sie mithilfe des 3D-Druckers erneut genutzt werden konnten. So gesehen handelt es sich also auch um eine Haltestelle aus Recyclingmaterial – wovon die Umwelt nicht unerheblich profitiert.

3. Wie lange dauert die Herstellung?

Das nun der Öffentlichkeit präsentierte Wartehäuschen wurde innerhalb von einer Nacht gedruckt. Anschließend musste es allerdings noch an seinen Bestimmungsort gebracht und dort aufgestellt werden. Über den Daumen gepeilt lässt sich sagen, dass pro Drucker in etwa eine Haltestelle pro Tag produziert werden kann.

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Zuletzt aktualisiert am 23.01.2018
4. Sind auch andere Formen möglich?

Grundsätzlich können natürlich auch andere Designs entworfen und umgesetzt werden. Allerdings ist zu beachten, dass es sich um eine geschlossene Konstruktion handeln muss. Oder anders ausgedrückt: Das komplette Werk muss in einem Zug gedruckt werden können. Mehrere Elemente zu produzieren und diese miteinander zu verbinden, ist somit nicht möglich. Die Entwickler selbst denken aber bereits über Verbesserungen nach. So sollen die Wartenden zukünftig auch kleine Tische nutzen können.

5. Sind weitere Haltestellen aus dem 3D-Drucker geplant?

Es handelt sich um einen ersten öffentlichen Test. Bisher fielen die Reaktionen der Busreisenden zum allergrößten Teil positiv aus. Im Vorfeld hatte WinSun angekündigt – sofern das Experiment erfolgreich verläuft – noch zahlreiche weitere Wartehäuschen aus dem 3D-Drucker installieren zu wollen. Dies dürfte nun in Angriff genommen werden.

Via: New Atlas

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