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Volvo-Roboter können jetzt die Aufgaben der Müllabfuhr übernehmen

Oftmals berichten wir über innovative Ideen und frisch entworfene Konzepte. Ob diese dann später auch tatsächlich in die Tat umgesetzt werden, ist dann immer noch einmal eine andere Frage. Der schwedische Autobauer Volvo hat nun aber in Rekordzeit Nägel mit Köpfen gemacht. Im September vergangenen Jahres berichteten wir über den Start des Projekts ROAR. Dabei wollte der Automobilhersteller in Zusammenarbeit mit drei Universitäten Roboter entwickeln, die selbstständig Mülltonnen entleeren können. Der erste Prototyp eines Müllwagens, der von Robotern befüllt wird, war dabei eigentlich für Juni 2016 geplant. Doch die Tüftler kamen schneller voran als geplant und konnten nun bereits ein erstes ROAR-System der Öffentlichkeit präsentieren.

Der Mensch wird nur noch als Fahrer und für den Notfall benötigt

Unterstützt werden die Roboter dabei von autonomen Drohnen. Diese steigen in die Luft und machen von dort aus bereitstehende Mülltonnen ausfindig. Dies erleichtert dem Roboter die Navigation und führt ihn zeitnah ans Ziel. An der Mülltonne angekommen, nutzt der ROARY genannte Roboter dann Kameras, um sich optimal zu positionieren. Anschließend fährt er die Arme aus und hebt die Tonne auf seinen Rücken. Damit fährt er dann zum Müllwagen und entleert den Abfall dort. In der Fahrerkabine muss dabei allerdings noch immer ein Mensch sitzen. Dieser fährt nicht nur den Wagen durch die engen Straßen, sondern beobachtet die Roboter auch mit Hilfe einer Kamera und kann bei Gefahr den Notfall-Halteknopf drücken.

Das Projekt soll neue Lösungsansätze aufzeigen

Das Projekt ist dabei aber nicht nur gedacht, um die schwere Arbeit der Müllmänner zu erleichtern. Vielmehr geht es darum, auf kreative Weise die Möglichkeiten einer zunehmenden Automatisierung aufzuzeigen. „Wir prognostizieren eine Zukunft mit mehr Automatisierung. Dieses Projekt ist gedacht, um unsere Vorstellungskraft zu stimulieren und neue Konzepte zu testen, die dann neue Transportlösungen der Zukunft beeinflussen können“, so der bei Volvo für Automatisierung zuständige Projektmanager Per-Lage Götvall. Neben Volvo waren auch die Chalmers University of Technology, die schwedische Mälardalen Universität und die Penn State University in die Entwicklung von ROARY involviert.

Via: Volvo

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