Erneuerbare Energien besitzen ein enormes Potential, das noch längst nicht vollständig ausgereizt wurde. Auf der einen Seite werden Windräder und Solarzellen immer effizienter und produzieren so mehr Energie. Gleichzeitig experimentieren aber auch Firmen in aller Welt an immer neuen Formen der Energiegewinnung. Vor einiger Zeit berichteten wir dabei über ein Kraftwerk auf Hawaii, das sich die Temperaturunterschiede des Ozeans zunutze macht. Die Firma D.C. Water hingegen nutzt zukünftig die Biomasse des städtischen Abwassers, um daraus Strom zu gewinnen. Positiver Nebeneffekt: Anschließend ist die Biomasse frei von gefährlichen Bakterien und Viren und kann zusätzlich als Dünger vermarktet werden.


Source: D.C. Water
Source: D.C. Water

Wasser wird in flüssige und feste Bestandteile geteilt

Das neue Biomassekraftwerk wurde nun eröffnet. Das Abwasser wird dabei gleich zu Beginn getrennt. Sämtliche flüssigen Bestandteile werden separiert und in eine gewöhnliche Kläranlage geleitet. Der übrig gebliebene Rest wird dann wie klassische Biomasse verarbeitet. Mikroben zersetzen die einzelnen Produkte. Dabei entsteht Methan, das aufgefangen und verbrannt wird. Insgesamt investierte das Unternehmen 470 Millionen Dollar in den Bau der Anlage. Es ist das erste Mal, dass ein solches Verfahren in Nordamerika zum Einsatz kommt. Insgesamt soll das kleine Kraftwerk 10 MW Elektrizität erzeugen. Diese wird dann genutzt, um die Pumpen und Leitungen des Unternehmens mit Strom zu versorgen.

Abwasser wird als wertvolle Ressource betrachtet

Auf diese Weise erhoffen sich die verantwortlichen Manager eine jährliche Stromkostenersparnis von rund zehn Millionen Dollar. Hinzu kommen die Einnahmen aus dem Verkauf der nährstoffreichen Biomasse. „Dieses Projekt beinhaltet einen Paradigmenwechsel von der Behandlung von Abwasser als Schmutz hin zu einer Nutzung als Ressource. Wir sind sehr stolz die ersten zu sein, die diese Innovation nach Nordamerika bringen“, erklärte Unternehmenschef George S. Hawkins anlässlich der Eröffnung der Anlage. Er hofft nun, dass zukünftig auch weitere Städte auf diese neue Form der Energieressource setzen.


Via: D.C. Water

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