Die Siegesserie ist beeindruckend. Seit seiner Premiere 2013 hat ein japanischer Roboter noch keine einzige Niederlage im Spieleklassiker Schere, Stein, Papier einstecken müssen. Möglich macht dies seine extrem schnelle Auffassungsgabe. Innerhalb von nur einer Millisekunde erkennt er, welches Symbol die Hand seines Gegenspielers anzeigt. Blitzschnell kalkuliert er dann, was er selbst anzeigen muss und gewinnt so das Spiel. Ursprünglich formte er seine Hand dabei 21 Millisekunden nach seinem Gegenüber. Für das menschliche Auge war diese Verzögerung nicht zu erkennen. Die beteiligten Wissenschaftler gaben sich damit aber nicht zufrieden: Die nun präsentierte Version 3.0 weist eine deutlich kürzere Verzögerung auf.


Ein Schaubild erklärt die Funktionsweise des Schere, Stein, Papier Roboters
Via: University of Tokyo

Der Roboter erkennt das Symbol des Gegenübers frühzeitig

Gespielt wird dabei nach den klassischen Regeln. Der menschliche Spieler zählt bis drei und dann zeigt jeder eines der drei Symbole. Dank neuer Technologie muss der Roboter nun aber nicht mehr warten, bis der menschliche Gegenüber sein Symbol gezeigt hat, sondern beobachtet dessen Arm fortlaufend. So kann er frühzeitig erkennen, welches Symbol der Gegenspieler formen wird und daraus die richtigen Schlüsse ziehen. Dem Roboter kommt dabei zugute, dass er lediglich 20 Millisekunden benötigt, um mit seiner Hand das entsprechende Symbol zu formen. Der Mensch hingegen benötigt rund 60 Millisekunden. Auf diese Weise ist es inzwischen möglich, dass beide Kontrahenten ihr Symbol quasi zeitgleich anzeigen – der Roboter aber immer gewinnt.

Forschungen sollen später auch eine praktische Anwendung finden

Entwickelt wurde der Roboter an der University of Tokyo. Sein praktischer Nutzen ist zunächst einmal natürlich begrenzt. Ein unbesiegbarer Roboter dürfte sich auf Dauer nicht einmal als interessanter Spielpartner eignen. Die Entwicklung dient daher eigentlich auch zu Forschungszwecken. Die Wissenschaftler wollen vor allem die Interaktion zwischen der menschlichen Hand und dem Roboter besser verstehen und verbessern. Dies kann in der Praxis dann beispielsweise die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine vereinfachen.


via: iafrica.com

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