Eine Expertengruppe hat Anfang August in einem lesenswerten Bericht erklärt, warum erneuerbare Energien nicht teuer, ineffizient und realitätsfern sind. Mit den recht handfesten Theorien sollen letztlich auch die Kritiker von Solarenergie überzeugt werden. Mit der Hilfe von Big Data können die erneuerbaren Energien in Zukunft durchaus effizienter und auch intelligenter genutzt werden, so dass Strom vielleicht sogar eines Tages komplett kostenlos zur Verfügung gestellt werden kann.


Eolgreen - Strassenlaterne der Zukunft nutzt erneuerbare Energien

Trends für optimale Stromproduktion

Als Auftraggeber zur Anfertigung des aktuellen Energie-Berichts wird die internationale Investmentbank Citi ausgewiesen. Experten der Bankengruppe zeigen dabei auf, wie mit Hilfe von Smart Analytics für Big Data sehr komplexe Softwaresysteme gigantische Datenmengen aufnehmen und verarbeiten können. Im Fokus stehen dabei die Demokratisierung von Energie, sowie Verbesserungen der Automatisierungsprozesse als auch zutreffendere Prognosen im Hinblick auf die Produktion von Energie. Die genaueren Prognosen liefern folglich eine gute Basis, um Trends erkennen zu können, wann wieviel Energie aus Wind- und/oder Solarenergie benötigt wird. Bei der Effizienz geht es dann weiter. So soll überschüssige Energie, die keine sofortige Abnahme erfährt, so lange gespeichert werden, bis Engpässe entstehen. Ein dritter Punkt, der durchaus Zukunftspotential hat, und bereits in kleineren Feldversuchen recht gut klappt, ist das Energie-Sharing. Hier soll Energie in Zukunft in zuvor bestimmten Gruppen, oder Gemeinden unter den Verbrauchern geteilt werden um ein Vielfaches demokratischer und effizienter wirtschaften zu können. Wie das Ganze funktionieren kann, wird aktuell beispielsweise in Leipzig erprobt. Dank eines intelligenten Stromverteilungssystems und einem Nutzungs-Leitfaden, konnten die Verbraucher an ein virtuelles Netzwerk angeschlossen werden. Im Ergebnis war es dann möglich 200.000 Kilowatt Stromkostenlos zur Verfügung zu stellen und das ohne Einbußen seitens der Netzbetreiber. Auch in größeren Städten, wie etwa in New York, werden neue intelligente Lösungen für die Demokratisierung von Strom aus erneuerbaren Energien erprobt. Je größer die Stadt ist, desto schwieriger ist allerdings auch die Koordination. Das Ziel ist es mehr Energie mit weniger Ressourcen zu produzieren. So könnten die Kosten für Strom in Zukunft drastisch gesenkt und sogar auch kostenlos angeboten werden. In einem Videoclip stellt New York das Zukunftsprojekt vor.


Problem: Megacities

Trotz der bereits gelieferten Ansätze gibt es noch einen Haken. Die Konzepte erfordern im großen Stil stets weitreichendere „Umbaumaßnahmen“ bei den Energieanbietern. Zum einen müssen die bisher bestehenden Systeme komplett umgebaut werden und zum anderen sind dann auch größere Investitionen in Kooperationen mit Software-Anbietern nötig. Da der Trend jedoch immer mehr in Richtung Urbanisierung und Megacities geht, müsste langfristig ein Umdenken stattfinden. Was allerdings ein solides Strom-Management schon im Kleinen zeigt, ist beeindruckend. So produziert das schwäbische Dorf Sonderbuch zu Spitzenzeiten sieben Mal mehr Solar-Strom, als es verbraucht.

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