Fusionsenergie wird als eine der großen Alternativen im Energiesektor gehandelt. Es handelt sich um den gleichen Prozess, der auch dafür verantwortlich ist, dass die Sonne „brennt“. Würde man diese Energie auch auf der Erde nutzen können, wäre das der Schlüssel zu unbegrenzter, nahezu sauberer Energie. Weltweit arbeiten Forscher seit Jahren an entsprechenden Technologien. Ein Team des Los Alamos National Laboratory sowie des Massachusetts Institute of Technology und der Texas A&M University haben nun einen großen Schritt nach vorne gemacht.


Helium beschädigt Reaktormaterialien

Fusionsenergie zu nutzen ist mit vielen Schwierigkeiten verbunden. Dies liegt zum Teil daran, dass im Inneren der Fusionsreaktoren extreme Bedingungen herrschen. Es gibt nicht viele Materialien, die diesen Bedingungen widerstehen können. „Literally, you get these helium bubbles inside of the metal that stay there forever because the metal is solid. As you accumulate more and more helium, the bubbles start to link up and destroy the entire material“, beschreibt Michael Demkowicz von der Texas A&M University. Das Team aus den USA hat möglicherweise eine Lösung gefunden, mit der sich die Verwendung diverser Materialien in Fusionsreaktoren erleichtern lassen würde.


Ein Nebenprodukt der Fusionsreaktion ist Helium. Dieses wirft in den Reaktoren typischerweise Blasen, die das Material des Reaktors schwächen können. Um dieses Problem zu beheben, untersuchten die Forscher, wie Helium sich in nanokompositischen Feststoffen verhält. Die Ergebnisse überraschten das Team.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Innerhalb der Nanokomposit-Feststoffe warf das Helium keine Blasen. Stattdessen schuf es sich Kanäle, die den menschlichen Venen ähnelten. „We were blown away by what we saw. As you put more and more helium inside these nanocomposites, rather than destroying the material, the veins actually start to interconnect, resulting in kind of a vascular system“, so Demkowicz. Die Forscher glauben, dass das Helium so aus dem Material fließen kann, ohne weiteren Schaden anzurichten.

Die Entdeckung könnte auch außerhalb von Fusionsreaktoren zum Einsatz kommen. Durch die „vaskularisierten“ Feststoffe könnten beispielsweise Elektrizität, Hitze oder sogar Chemikalien geleitet werden, die das Material mit bestimmten Eigenschaften versehen.

via Futurism

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