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Seekuh: Spezial-Katamaran aus Lübeck befreit die Weltmeere von Plastikmüll

Die in einer Werft in Lübeck gefertigte Seekuh ist ein Spezial-Katamaran, der in der Lage ist auf den Weltmeeren treibenden Plastikmüll aufzusammeln und die Gewässer somit zu säubern. Das Besondere an der Seekuh ist, dass das Schiff mit sauberer Energie fährt und besonders leicht und daher ziemlich gut transportiert und somit auch überallhin verschifft werden kann.

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Zwei Tonnen Plastikmüll pro Fahrt

Wissenschaftler und Umweltorganisationen weisen schon seit einigen Jahren darauf hin, dass Plastikmüll in den Weltmeeren ein ernst zunehmendes Thema ist. Schätzungsweise landen jährlich zehn Millionen Tonnen Plastikmüll in den Gewässern der Welt. Schiffe wie die Lübecker Seekuh sollen in Zukunft dafür sorgen, dass die Weltmeere wieder etwas sauberer werden. Ab Sommer 2016 soll der Müllsammler auf Reisen gehen. Vom Prinzip her sammelt die Seekuh auf der Wasseroberfläche treibenden Plastikmüll mit der Hilfe eines Netzes ein. Die bewegliche Netzkonstruktion ist zwischen den beiden jeweils zwölf Meter langen Rümpfen angebracht. Der Katamaran bewegt sich insgesamt mit vier Kilometer pro Stunde fort und kann dabei bis zu zwei Tonnen Müll pro Fahrt aufnehmen.

Insgesamt kann der Katamaran in acht Module zerlegt werden, was diesesn besonders gut transportfähig macht. Angetrieben wird der Müllsammler von Solarenergie. Die Netze reichen drei bis vier Meter tief. Zu den Haupteinsatzgebieten der Seekuh zählen Binnengewässer und Küstennähe. Der Seekuh-Prototyp kostete 250.000 Euro. In der Folge sollen noch weitere Seekühe gebaut und eingesetzt werden. Neben diesem spannenden Projekt wird allerdings auch schon an einem weiteren ziemlich genialen Meeres-Reiniger getüftelt. So soll der See-Elefant ein größeres Schiff werden, das in der Lage ist sich selbst mit Energie zu versorgen. Energiegrundlage ist dabei der eingesammelte Müll. Ein Meeres-Reiniger mit Müllantrieb, ziemlich genial.

Plastikmüll bildet eine große Gefahr für Meerestiere und auch Vögel, die sich darin verheddern können. Auch die Aufnahme des giftigen Plastiks kann für die Lebewesen den sicheren Tod bedeuten. Immer wieder wird der sogenannte krebserregenede Mikromüll mit Nahrung verwechselt und geschluckt.

Neben den großangelegten „Ocean Cleanup“ Projekten gilt es auch in Zukunft vermehrt aufzuklären und dafür zu sorgen, dass gar nicht erst so viel Plastikmüll in die Weltmeere gelangt. Hierzu soll unter anderem der folgende Videoclip beitragen.

Quelle: One Earth one Ozean

2 Kommentare

  1. Redaktion ichtragenatur.de

    Super! Wir haben das Projekt schon Jahre verfolgt. Wir brauchen solche Menschen mit einem riesen Engagement. Das Projekt setzt sicherlich Zeichen.

    Mit nachhaltigen Grüßen

  2. Toller Artikel, danke dafür. Natürlich noch viel mehr Dank an die ganzen Aktivisten, die so viel Energie für solche Projekte und damit für alles Leben auf unserem Planeten einsetzten, vielen herzlichen Dank dafür.

    Die besten Wünsche fürs neue Jahr und seid gegrüßt.

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