Auch beim Thema Klimaschutz gilt: Viele kleine Maßnahmen können gemeinsam einen großen Effekt haben. So wird erst einmal natürlich nur wenig CO2 eingespart, wenn eine klassische Glühbirne durch ein LED-Licht ersetzt wird. Der Effekt verstärkt sich aber, sobald alle Einwohner eines Staates diesem Beispiel folgen. Im noch immer streng sozialistischen Kuba ist dafür nicht einmal Überzeugungsarbeit notwendig: Die Maßnahme wird einfach von der Regierung angeordnet. So kommt es, dass in den nächsten Jahren auf der gesamten Insel alle 13 Millionen Lampen in Privathaushalten mit LED-Birnen ausgestattet werden sollen. Zudem soll auch die öffentliche Straßenbeleuchtung entsprechend umgerüstet werden. Für die kubanische Regierung bringt dies zwei Vorteile mit sich:


Auch die Straßen in Kubas Hauptstadt sollen zukünftig mit LED-Lampen beleuchtet werden. By Nigel Pacquette (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons
1. Die Abhängigkeit von Energieimporten sinkt

Bisher ist Kuba sehr stark auf den Import von fossilen Energieträgern angewiesen. Lange Zeit konnte das Land dabei auf subventionierte Lieferungen aus Venezuela setzen. Doch das südamerikanische Land hat inzwischen selbst mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Aus Sicht der kubanischen Regierung ist es daher sinnvoll, Energie einzusparen – und so die benötigten Importe zu reduzieren.


2. Die Klimaziele von Paris werden erfüllt

Auch das sozialistische Kuba hat sich im Rahmen des Weltklimavertrags von Paris zu einer Reduzierung der Klimaemissionen verpflichtet. Neben der Umstellung auf eine nachhaltige Energieproduktion spielt in diesem Zusammenhang auch das Thema Energieeinsparung eine wichtige Rolle. Die Umstellung auf LED-Lampen kann hier einen wichtigen Beitrag leisten.

Induktionsherde sollen zusätzlich für Energieeinsparungen sorgen

Zusätzlich will die Regierung noch eine weitere Maßnahme ergreifen: Landesweit sollen in zwei Millionen Haushalten Induktionsherde installiert werden. Diese benötigen weniger Energie als die bisher genutzten Modelle und bringen somit die gleichen Vorteile mit sich wie die LED-Lampen. Bereits heute wird in rund 500.000 kubanischen Haushalten auf einem Induktionsherd gekocht. Die Erfahrungen damit sind durchweg positiv. Allerdings können diese Maßnahmen auch ein schmutziges Geheimnis nicht verdecken: Die Energiewende steckt auf Kuba noch in den Kinderschuhen. Gerade einmal fünf Prozent der Stromproduktion entfällt auf Erneuerbare Energien. Ändern soll sich dies – auch mit deutscher Hilfe – vor allem durch Biomassekraftwerke, die Windkraft und die Solarenergie. Das Ziel: Ein Wert von 24 Prozent im Jahr 2030.

Via: Adveniat

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