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Ein Rollstuhl, der sich per Gedankenkraft steuern lässt

Die Wissenschaft arbeitet mit Hochtouren daran, Gelähmten die Kontrolle über ihre Gliedmaßen zurückzugeben- doch scheint ein anderer Weg zu mehr Mobilität derzeit verheißungsvoller: Der per Gedankenkraft gesteuerte Rollstuhl rückt in greifbare Nähe.

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Bald kein Handeinsatz beim Rollstuhlfahren mehr nötig?

Von externen Elektroden zu implantierten Chips

Die Affen im Versuchslabor machen es bereits vor: Mit Hilfe ihres implantierten Gehirnchips steuern sie ihren Rollstuhl direkt zum bereitliegenden Futter. Dafür mussten sie allerdings eine ganze Weile üben, um ihre Gehirnfunktionen mit der Software in Einklang zu bringen. Diese Vorrichtung stellt nicht den einzigen Versuch dar, Rollstühle per Gedankenkraft steuerbar zu machen, doch die vorherigen Systeme arbeiteten mit externen Elektroden, die in einer Kappe installiert waren.

Diesmal handelt es sich um interne Chips, die viel genauer arbeiten und die Gehirnströme im motorischen Kortex sehr exakt messen können. Daraus folgt eine effektivere Möglichkeit zur exakten Steuerung von Geräten. In vorhergehenden Studien wurde bereits bewiesen, dass sowohl Affen als auch Menschen künstliche Gliedmaßen mit ihren Gedanken bewegen können, darum waren die Wissenschaftler sich ihres Erfolges relativ sicher. Eine querschnittsgelähmte Frau konnte mit Hilfe ihres Gehirnchips zum ersten Mal wieder selbständig essen und sogar einen Flugsimulator steuern.

Dieser Mann steuert seinen Rollstuhl per Gedankenkraft

70 % der gelähmten Patienten würden in die OP einwilligen

Umfragen haben ergeben, dass etwa 70 Prozent der gelähmten Patienten bereit wären, sich einer entsprechenden Operation zu unterziehen, um damit die Kontrolle über Hilfsapparaturen zu erhalten. Die Gehirnwellen werden nach dem Eingriff drahtlos durch den implantierten Chip an einen Computer übermittelt, der die Signale dekodiert und in Rollstuhlbewegungen umsetzt. Chipträger und Rechner müssen sich allerdings in einer längeren Übungsprozedur aufeinander abstimmen, danach funktioniert das System sehr gut. In Zukunft wäre es durchaus denkbar, dass ein Gelähmter auch andere Geräte seines Haushalts per Gedankenkraft zu kontrollieren lernt, beispielsweise das Telefon, den Fernseher oder eine Notrufanlage.

Quelle: nature.com

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