Überhöhte Geschwindigkeit ist eine der häufigsten Unfallursachen. Doch trotz zahlreicher Verkehrskontrollen ist die Zahl der Temposünder noch immer hoch. Volkswagen Neuseeland experimentiert deswegen nun mit einer neuen Herangehensweise. Dabei sollen die Eltern unterbewusst daran erinnert werden, dass zu Hause jemand auf sie wartet. Um dies zu bewerkstelligen hat der Konzern die Geschwindigkeitsanzeige des Autos von den Kindern der Familie gestalten lassen. Außerdem konnten die Kinder kleine Nachrichten verfassen, die dort dann ebenfalls angezeigt wurden. Das Ergebnis: Die Zahl der Tempoverstöße reduzierte sich erheblich.


© Volkswagen All Rights Reserved
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Das Fahrverhalten beeinflusst die Sicherheit

Allerdings handelte es sich nicht um eine wissenschaftliche Studie, sondern um ein erstes Experiment, an dem vier Familien teilnahmen. Die Zahlen lesen sich allerdings recht beeindruckend. In einer Familie kam es demnach in der Testphase zu keinem einzigen Tempoverstoß. Bei den anderen drei Elternpaaren reduzierten sich die – von einem persönlichen Tachometer gemessenen – Geschwindigkeitsübertretungen immerhin um rund die Hälfte. Volkswagen möchte mit der Aktion darauf hinweisen, dass Autos zwar immer sicherer werden, das Verhalten des Fahrers aber auch von entscheidender Bedeutung ist, um Unfälle zu vermeiden.

Das Ziel: Weniger Verkehrstote

„Wir konzentrieren uns darauf jedes Jahr sicherere Autos zu entwickeln. Aber Sicherheitsratings ändern nichts am Fahrverhalten“, erläutert Tom Ruddenklau, General Manager von Volkswagen Neuseeland, die Idee hinter dem Experiment. Aufgrund der geringen Anzahl an Teilnehmern ist es schwierig, die Ergebnisse auf größere Gruppen zu übertragen. Sollte sich bei größer angelegten Studien allerdings ein ähnlicher Effekt nachweisen lassen, könnten individuell gestaltete Geschwindigkeitsanzeigen einen großen Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten. Experten verweisen darauf, dass im Jahr 2011 knapp ein Drittel der Verkehrsunfälle mit Todesfolge auf überhöhte Geschwindigkeiten zurückzuführen waren. Gelänge es die Zahl der Tempoverstöße insgesamt zu reduzieren, würde sich auch die Zahl der tödlichen Unfälle verringern, so die Hoffnung vieler Verkehrsexperten.


 

Via: DigitalJournal

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