Ausgestattet mit Augmented Windows und einem frischen Innendesign, soll der Innovation Zug von der Deutschen Bahn und den Experten von Hyperloop Transportation Technologies (HTT) schon Anfang 2017 auf den Schienen rollen. Von außen wird der Zug nicht wesentlich anders aussehen. Die Zeit der sich durch teilvakuumierte Röhen bewegenden Super-Kapseln ist somit noch nicht angebrochen. Dennoch möchte die Deutsche Bahn den Reisenden in naher Zukunft mehr für ihr Geld bieten. Umgekehrt sollen aber auch die in den Fenstern integrierten Bildschirme neue Geschäftsmodelle und somit auch zusätzliche Einnahmequellen erschließen.


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Hyperloop präsentiert die Zukunft der Personenbeförderung

HTT ist bekannt für die futuristischen Konzepte im Hinblick auf die Personenbeförderung der Zukunft. Die Hochgeschwindigkeitszüge haben bereits erste Tests überstanden. Weiter geht es mit der Erprobung, bis eines Tages die ersten Menschen mit 1225 Stundenkilometer durch die Röhren schießen. Von Helsinki nach Stockholm in weniger als 30 Minuten, ist eines der Ziele.


Via: Treehugger Copyright: Hyperloop Technologies
, Via: Treehugger Copyright: Hyperloop Technologies

Die Deutsche Bahn möchte von der Innovationskraft und den Visionen von HTT partizipieren und finanziert daher den Innovation Train mittels Crowdsourcing. Zu den Hauptfeatures zählen Bildschirme, die in den Zug-Fenstern verbaut sind und nützliche Informationen über den Zielort der Reisenden, Veranstaltungen und vieles mehr informieren. Das Fenster beziehungsweise der Bildschirm ist allerdings durchlässig und kann bei Bedarf auch den Blick nach draußen freigeben. Mit den Augmented Fenstern möchte die Deutsche Bahn das Bahnfahren wieder lukrativer gestalten. Parallel dazu sollen aber auch neue Geldquellen erschlossen werden. Schließlich ist der öffentliche Personenverkehr ja bekanntlich auf Subventionen angewiesen. An sich ist das neue Konzept begrüßenswert und liefert ja auch den Reisenden einen Mehrwert. In einem Konzeptvideo wird der Innovation Train vorgestellt.

Der „Innovation Train“ im Video

Die AR-Fenster dürften letztlich auch eine angenehmere Plattform für unterschwellige Werbeeinblendungen darstellen, als die beispielsweise schon 2013 erprobten „sprechenden Fenster“. Damals testete Sky zusammen mit der Deutschen Bahn, wie Werbung per Schallwellen über Knochen (Bone-Conduction) in die Köpfe der Passagiere befördert werden kann. Die Idee dazu war simpel, sobald sich die Passagiere mit den Kopf an das Fenster lehnten, um zu Entspannen, ertönte auf einmal eine Stimme im Kopf, die flüsternd beispieslweise die neusten Sky-Pakete näher brachte oder den Download der kostenlosen Sky-App anregte. Das hat durchaus etwas Gruseliges an sich und letztlich wollte die Bahn über diese Technologie auch Radio-Sender und Co implementieren, so dass die Gäste auch ohne Kopfhörer Musik hätten genießen können. Das Konzept stieß nur auf wenig Gegenliebe. Dennoch ist denkbar, dass die neuen Fenster des Innovation Train auch das „sprechende Fenster“-Feature unterstützen.

The Talking Window im Video

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