Dass sich Hausdächer hervorragend zur Energieproduktion eignen, ist keine ganz neue Erkenntnis. Viele Hausbesitzer in Deutschland haben die Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz genutzt und Solarmodule auf dem Dach installiert. Bei dieser Vorgehensweise fallen allerdings doppelte Kosten an: Zunächst für die eigentliche Abdeckung des Hauses und dann für die zusätzlichen Solarmodule. Tesla hat in den letzten Monaten hingegen die Werbetrommel für ein integriertes Produkt des Konzerns gerührt: Die Solardachziegeln sollen vor Wind und Wetter schützen, gleichzeitig Strom produzieren und zudem günstiger sein als ein konventionelles Dach. Bisher ist aber noch nicht klar, ab wann deutsche Kunden die Tesla-Solardachziegeln tatsächlich kaufen können.


Foto: SolteQ

Strom- und Heizkosten können eingespart werden

Möglicherweise befindet sich eine gute Alternative aber auch direkt vor der Haustür. Denn die Firma SolteQ bietet bereits seit einiger Zeit komplette Solardächer an. Diese sollen nicht nur Strom erzeugen, sondern über eine solarthermische Zusatzfunktion auch Wärme bereitstellen können. Den Angaben des Unternehmens zufolge ist es so im Idealfall möglich, 100 Prozent der Heizkosten und 80 Prozent der Stromkosten einzusparen. Durch den Einbau eines entsprechend großen Energiespeichers lässt sich zudem auch im Strombereich eine weitgehende Unabhängigkeit erreichen. Dies ist von Bedeutung, weil die öffentliche Förderung für Solarstrom in den letzten Jahren stark gesunken ist. Die Gewinne werden heute vor allem erzielt, indem der Solarstrom direkt selbst verbraucht wird – und die monatliche Stromrechnung entsprechend sinkt.

Der produzierte Strom soll günstiger als bei Tesla sein

Ob die von dem Unternehmen genannten Prozentzahlen allerdings tatsächlich erreicht werden, hängt immer auch vom Einzelfall ab. Wer sich ein Solardach von SolteQ anschaffen möchte, muss mit einem Preis von 390 Euro pro Quadratmeter rechnen. Damit liegt das Unternehmen etwas oberhalb des von Tesla vor kurzem verkündeten Durchschnittspreises. Allerdings verspricht das deutsche Unternehmen eine höhere Leistungsfähigkeit, sodass der Preis für den produzierten Strom letztlich niedriger liegt als bei dem US-Konkurrenten. Finanziert werden kann die Installation des Solardachs im Idealfall durch die eingesparten Kosten für Strom und Heizung. Ob sich dies allerdings rechnet, hängt vom Einzelfall ab und muss individuell kalkuliert werden. Klima- und umweltfreundlich ist die Produktion von eigenem Solarstrom in jedem Fall – zumal SolteQ versichert, dass die Dachziegeln problemlos recycelt werden können.


Via: Das Solardach

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