Um ein Einfamilienhaus zu bauen, werden mindestens fünf Monate benötigt. Da darf dann aber auch nichts dazwischen kommen. Nun sorgt jedoch der italienische Architekt Domenico Antonucci mit seinem Fertighaus M.A.D.I. für einen neuen Rekord. Das Modulhaus für Eilige ist binnen sechs Stunden errichtet und einzugsfertig.


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  • Wenn es schnell gehen soll

    Das Einfamilienhaus M.A.D.I. lässt sich einfach aufklappen, da die Innen- und Außenwände aus einzelnen Holzplatten bestehen und zudem zusammenhängen. Nachdem die Platten miteinander verbunden wurden, wird nur noch ein Kran benötigt. Dieser hebt dann beim Aufbau die oberste Platte hoch. Mit diesem Prozess werden die restlichen Holzplatten in Position gebracht und fertig ist das kleine Häusle. Um das komplette Haus „aufzustellen“ werden dem Architekten zufolge lediglich drei Menschen benötigt. Neben der recht einfachen Aufbauweise sorgt auch der Preis für das Einfamilienhaus für Erstaunen. 27 Quadratmeter Wohnfläche kosten lediglich 28.000 Euro. Hierbei handelt es sich allerdings um das kleinste Modell. Es gibt auch eine Variante mit 84 Quadratmetern.


    Domenico Antonucci hat das Modulhaus für Menschen konzipiert, die entweder einen festen Wohnsitz forcieren oder aber auch das kleine Haus als temporäre Unterkunft nutzen möchten. Das Innere ist modern gestaltet und mit wichtiger Technik ausgestattet. So eignet sich das Haus auch bestens als Wochenendhaus am Waldesrand, um nach der stressigen Arbeitswoche einfach ein wenig zu entschleunigen und abzuschalten. Das 6-Stunden-M.A.D.I. Haus ist durchaus ein Staunen wert aber: Wegen der sehr speziellen Eigenschaften werden allerdings gesonderte Genehmigungen benötigt. Und das dürfte vor allem hier in unserem sehr strengen Deutschland (was Baugenehmigungen und Erschließlungen anbelangt) durchaus ein großes Problem darstellen.

    Wenn es nachhaltig sein soll

    Noch nie hatten Häuslebauer so viel zu entscheiden, noch nie musste man sich als zukünftiger Hausbesitzer im Voraus genau überlegen, was alles mit berücksichtigt werden soll, um nicht nur ein modernes sondern auch nachhaltiges Eigenheim zu schaffen. Während das Modulhaus von Domenico Antonucci echt eine nette Idee ist, dürften wir hierzulande jedoch dann eher zu den Hausprofis greifen und uns dort inspirieren lassen. Auf der Suche nach modernen Hausbautechniken sind wir unter anderem auf die Experten von FingerHaus gestoßen, die auf 70 Jahre Erfahrungen zurückgreifen können und mit dem EnergiePlus-Haus ein Einfamilienhaus anbieten, das mehr Strom produziert als verbraucht wird.

    Plusenergiehaus von FingerHaus produziert mehr Strom, als benötigt wird. Damit lässt sich dann auch noch bequem das kleine E-Auto laden.

    Was für einige noch immer nach Zukunftsmusik klingt, ist bereits jetzt schon möglich und unserer Meinung nach auch nötig, um die Zukunft nicht zu verschlafen. Die modernen Häuser weisen eine positive Energiebilanz auf und stellen damit die Weichen für modernes Energie-Sharing. Überschussenergie kann dabei wieder in das Netz gespeist und an anderer Stelle zur Verfügung gestellt werden. Der Vorteil dabei ist ein optimaler Energiekreislauf, der am Ende sogar zu teilweise kostenlosem Strom führen kann. Wie sowas funktioniert, haben wir bereits an dem Pilot-Projekt aus Leipzig skizziert.

    Wenn es reichen muss

    Tiny Houses sind nicht nur süß, sondern auch ein Vielfaches günstiger als massive Einfamilienhäuser, mit 120 qm und mehr Wohnfläche. Neben dem verspielten Charme setzen die kleinen Trendhäuschen allerdings auch eines voraus: und das ist jeden Zentimeter nutzen. An diesem Punkt knüpft die Geschichte von Charlotte Sapwell an. Die 27 Jahre junge Mutter von zwei Söhnen baute sich mit den eigenen Händen ein kleines Zuhause.

    Und das nicht aus lauter Spaß an der Freude, sondern aus der Obdachlosigkeit heraus. Nachdem sich Charlotte Sapwell von ihrem Ehemann trennte landete sie mit ihren Kindern auf der Straße. Eine Hypothek für ein Haus konnte sich die junge Mutter nicht leisten. Daher entschied sie sich kurzerhand selbst eine kleine Bleibe für sich und ihre beiden Söhne zu bauen. Ihr blieb keine andere Wahl, betonte Charlotte in einem Interview. Auch ihr Großvater griff mit unter die Arme und nach harter Arbeit und viel vergossenem Schweiß entstand das Mini Haus in seinem Garten. Fünf Monate brauchte die junge Frau mit einiger Unterstützung, um das Häuschen fertigzustellen.

    Das Budget betrug 9.000 Euro. Den größten Anteil von dem Geld investierte Charlotte in Möbel von Ikea und von der australischen Baumarktkette Bunnings. Charlottes selbst errichtetes Tiny House besteht aus drei Zimmern. Der Wohnbereich enthält gleichzeitig noch eine Küchenzeile, die Schlafecke von Charlotte und ein Bad. Zudem hat jeder der beiden Söhne (3 und 6 Jahre alt) ein eigenes Zimmer. Nach dem Schicksaalschlag und dem wieder aufraffen und Mut fassen hatte Charlotte noch eine kleine Botschaft für alldiejenigen, die es ihr nachmachen wollen: „Habt keine Angst, klein anzufangen. Wir Menschen brauchen wirklich nicht viel.“ Absolut beeindruckend! Ihr könnt Charlotte und ihre weiteren geplanten Projekte unter anderem bei Instagram verfolgen

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