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„Mermaid“ Endoskop-Kamera mit Eigenantrieb untersucht Magen, Dünndarm und Dickdarm

Endoskop Kamera Mermaid

Endoskop Kamera Mermaid - Credit: Ryukoku University

Keine Angst mehr vor Schläuchen, die zu Untersuchungszwecken in menschliche Körperöffnungen eingeführt werden müssen. Das verheißt die Entwicklung eines Teams des Osaka Medical Colleges in Japan. Mit dem angetriebenen ferngesteuerten Kapselendoskop sollen sowohl Magen als auch Dünndarm und Dickdarm des Menschen aufs Genaueste untersucht werden können. Das „Mermaid“ getaufte Kapsel-Endoskop misst in etwa 1 Zentimeter im Durchmesser und circa 4,5 Zentimeter in der Länge. Angetrieben wird das Kapsel Endoskop „Mermaid“ (Meerjungfrau) mit einer Schwanzflosse. Diese sorgt zudem für eine präzise Steuerung im Hinblick auf Lage und Fahrtrichtung der Endoskop-Kapsel. Mit dem „Mermaid“ Kapsel-Endoskop soll es möglich werden, den gesamten menschlichen Verdauungstrakt innerhalb weniger Stunden untersuchen zu können. Schon mit der Pille, die in der Lage ist Daten aus dem menschlichen Körper zu liefern, versucht man Diagnosestellungen für die Patienten angenehmer zu gestalten.

Antrieb erfolgt über die Schwanzflosse

Angetrieben wird die Schwanzflosse des „Mermaid“ Endoskops durch einen Elektromagneten. Das Endoskop soll in der Lage sein, zwei Bilder je Sekunde schießen zu können. Außerhalb des menschlichen Körpers erreicht die „Mermaid“ Geschwindigkeiten bis zu zehn Zentimeter die Sekunde. Mit einer Batterieladung wird eine Funktionsdauer von 10 Stunden erreicht. Weitere Erleichterungen bei Untersuchungen sollen auch Entwicklungen, wie das Somnus Sleep Shirt, das den Aufenthalt im Schlaflabor erspart oder der Bohrer ohne Schmerzen in der Zahnmedizin bringen.

Das Verschlucken der Kapsel soll keine Probleme bereiten

Naotake Otsuka, Professor an der Ryukoku University’s Faculty of Science and Technology in Otsu, stellte die „Mermaid“ Kapsel während einer Pressekonferenz in Osaka vor. Hier wurden Bilder gezeigt, wie das Kapselendoskop, angetrieben von der Schwanzflosse durch den menschlichen Darm reist. Zudem wurden Bilder gezeigt, die das Endoskop im Inneren des menschlichen Darms aufgenommen hat. Laut Professor Otsuka, bereitete ihm selbst, das Verschlucken der Kapsel keinerlei Probleme. In Zukunft könnte es bei Darmuntersuchungen dann heißen, Mund weit Aufmachen und runter damit.

Quelle: mdn.mainichi

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