Bereits in den 30er Jahren haben Forscher der US Navy entdeckt, dass Radiowellen von Objekten reflektiert werden. Diese Entdeckung schaffte die Grundlage für das heutige Radar. Jetzt haben Wissenschaftler ein Gerät entwickelt das mittels WiFi Signalen und Radar, Personen durch Wände hindurch orten kann.


Neues Radar ortet Personen durch Wände hindurch
Neues Radar ortet Personen durch Wände hindurch

WiFi Funksignale sind beispielsweise in rund 61 Prozent aller Häuser der USA und weltweit in rund 25 Prozent aller Häuser vorhanden. Die beiden Forscher vom University College London, Kevin Chetty und Karl Woodbridge haben nun einen tragbaren Detektor entworfen, der auch die WiFi Signale nutzt, um durch Wände schauen zu können.


Prototyp mit den Abmessungen eines Koffers

Der Prototyp des Gerätes hat in etwa die Abmessungen eines Koffers. Mit diesem soll es möglich die Frequenzänderungen zu erkennen, die von sich bewegenden Menschen und Gegenständen verursacht werden. Der Prototyp des neuartigen Radargerätes ist ein Funkempfänger, der aus zwei Antennen und einer Signalverarbeitungseinheit besteht. Mit diesem wollen die Forscher in der Lage sein, eine Person zu erkennen und zudem die die Geschwindigkeit und die Richtung zu erkennen, in die sich die Person oder der Gegenstand bewegen.

Einsatz bei verschiedensten Organisationen denkbar

Das alles klingt noch nicht besonders aufregend. Viel Aufregender allerdings klingt es, wenn die Forscher sagen, dass es ihnen gelungen ist, selbst durch eine 1 Meter dicke Mauer hindurch, die Personen und Gegenstände zu lokalisieren. Dabei bleiben die Forscher unentdeckt, da sie selbst mit dem Prototyp des neuen Radargerätes keine Radiowellen aussenden. Das Gerät sei empfindlich genug, selbst das Heben und Senken des Brustkorbs beim Atmen eines Menschen wahrnehmen zu können. Die Forscher sehen eine Verwendung für das neue Radarsystem beim Militär. Aber auch für Feuerwehr, Sicherheitsdienste, Hilfsorganisationen oder Polizei könnten solche Systeme enorme Vorteile bringen.

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1 Kommentar

  1. iPhone Reparatur

    5. August 2012 at 20:28

    Eine interessante Technik. Vorallem die Größe „eines Koffers“ hat mich staunen lassen. Es entwickelt sich wirklich alles so wahnsinnig schnell, bald können Autos fliegen 🙂

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