Kunststoffrecycling ist nur etwas für Großbetriebe? Weit gefehlt, ab jetzt kann jeder sein eigenes Plastik wiederverwerten – und selbst entscheiden, was genau daraus wird: Das Precious Plastics Projekt von Dave Hakkens macht es möglich.


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Ein kleiner Überblick über die möglichen Recycling-Produkte / Foto: Precious Plastics

Eine Lösung für das weltweite Plastikmüllproblem?

Wir ersticken fast im Plastikmüll: Kunststoffe, die den Menschen einst als echter Segen erschienen, werden immer mehr zu Belastung für die Umwelt – und damit auch für uns. Recycling ist zwar möglich, doch die aktuellen Wiederverwertungskapazitäten reichen noch lange aus, um Herr über das Problem zu werden. Vielleicht, wenn jeder Einzelne ganz privat dabei mithelfen könnte, aus altem Kunststoff neue Produkte zu erstellen, dann könnten die Plastikberge endlich schmelzen. Und es gäbe nur noch wenig Gründe, neuen Kunststoff auf den Markt zu werfen.

Die detaillierten Baupläne liegen zum Download bereit

Der Designer Dave Hakkens zerbricht sich bereits seit ein paar Jahren den Kopf über die Fragestellung, wie ganz normale Privatmenschen dazu beitragen können, Kunststoff zu recyclen. Er entwickelte das Precious Plastic V 2.0 setup, ein Open-Source-Projekt für alle, die den eigenen Plastikmüll nicht mehr einfach wegwerfen, sondern etwas Neues daraus herstellen möchten. Auf Hakkens‘ Homepage liegen die aktuellen Baupläne und Anleitungen für eine Recyclingmaschine, bereit zum kostenlosen Download, aber mit der Bitte, nach Beendigung der Arbeiten ein Foto zu senden. Zum Bau dieses Geräts werden angeblich ausschließlich herkömmliche Werkzeuge und Materialien benötigt, die überall erhältlich sind. Die Maschine enthält unter anderem einen Kunststoffshredder, eine Strangpresse und eine Einspritzvorrichtung.


Seht euch einfach mal das Promo-Video an!

Was soll es denn diesmal werden?

Natürlich müssen sich nicht unbedingt nur Einzelpersonen an die Arbeit machen, auch Vereine und Organisationen können sich mit diesen Plänen eine eigene Recyclingmaschine basteln. Und was die Endprodukte angeht, da ist Experimentierfreudigkeit und Kreativität gefragt, ganz nach dem Motto: Was soll es denn diesmal werden? Insgesamt soll sich im Laufe der Jahre eine weltweite Gemeinschaft von Kunststoffverwertern bilden, die für eine saubere Zukunft einstehen, ihr Wissen teilen und sich gegenseitig unterstützen.

Hakkens hat übrigens zuletzt den »The Next Nature Network’s ECO Coain Award« gewonnen. Er arbeitet nicht nur an dem oben genannten Projekt, sondern an vielen weiteren Ideen für einen nachhaltigeren Umgang mit unserem Planeten.

Quelle: treehugger.com

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