In Deutschland sind heute bereits die meisten Briefträger mit Elktrofahrrädern unterwegs. Für die Paketzustellung wird aber zumeist noch ein Auto benötigt – was nicht unerhebliche Emissionen verursacht. DHL hat daher spezielle Lieferwagen mit Elektroantrieb entwickelt und verkauft diese inzwischen auch an andere Unternehmen. Der amerikanische Konkurrent UPS hingegen erprobt nun ein anderes Konzept. In der US-Stadt Portland wird derzeit eine Fahrradrikscha getestet, die mit einem Elektromotor ausgestattet ist und ebenfalls eine emissionsfreie Paketzustellung erlauben soll. Für UPS ist dies gewissermaßen eine Rückkehr zu den eigenen Wurzeln: Denn zu Beginn der Unternehmensgeschichte hat die Firma auch zahlreiche Fahrradkuriere beschäftigt. Im Sommer werden in Portland zudem ohnehin schon einige Pakete per Fahrrad ausgeliefert.


© UPS
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Auf Wunsch übernimmt der Elektromotor den Antrieb komplett

Das nun neu entwickelte Dreirad hat dabei den Vorteil, dass es über ausreichend Stauraum verfügt. Der Fahrer wird zudem nicht nur durch den Elektromotor unterstützt, sondern ist durch eine Windschutzscheibe auch vor Regen und kaltem Wind geschützt. Bisher existiert allerdings nur ein Prototyp, der nun in der Praxis eingehend getestet wird. Erweist sich der Einsatz dabei als sinnvoll, sollen zeitnah weitere Modelle gebaut und zum Einsatz gebracht werden. Der Paketzusteller kann auf Wunsch komplett elektrisch fahren, kann den Motor aber auch ausstellen und alleine durch Muskelkraft für Antrieb sorgen. Die höchste Effizienz wird aber erreicht, wenn die Kraft des Motors durch Tritte in die Pedale ergänzt wird.

Ein spezieller Führerschein wird nicht benötigt

Auf diese Weise soll die elektrische Fahrradrikscha auch in der Lage sein Hügel und kräftige Anstiege problemlos zu meistern. Die Neuentwicklung soll aber nicht nur Emissionen einsparen und einen Beitrag zu weniger Luftverschmutzung leisten, sondern auch die Arbeit des Paketzustellers erleichtern. Dieser muss nämlich nicht mehr um enge Kurven navigieren oder einen halbwegs geeigneten Stellplatz suchen. Zudem wird so auch die Suche nach neuen Mitarbeitern erleichtert. Denn für die neu entwickelte Fahrradrikscha wird kein spezieller Führerschein benötigt. Die eine oder andere Übungsrunde sollte der Zusteller allerdings schon drehen, bevor er sich das erste Mal ins Gewühl des Straßenverkehrs stürzt.


Via: Treehugger

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