Zähneputzen gehört zum Alltag. Zwei- oder drei Mal täglich greifen wir für 2-3 Minuten zur Zahnbürste. Das läppert sich mit der Zeit, dachten sich die Jungs und Mädels von Unico und entwickelten eine Smartbrush, die das Zähneputzen angeblich in drei Sekunden erledigen kann.


Zähneputzen in drei Sekunden

Die Unico Smartbrush ist im Grunde ein Mundstück, das eine Vielzahl kleiner Bürsten enthält. Ein System von Mikropumpen versorgt jede einzelne der Bürsten mit Zahnpasta. Der Motor für die Bürsten sitzt im Mundstück selber.


Laut der Kickstarter-Seite von Unico kann das Mundstück die Zähne sogar in 1,87 Sekunden reinigen. Dieser Wert wurde auf drei Sekunden verlängert, um dem Nutzer Zeit zu geben, während der Nutzung der Unico noch schnell etwas anderes zu machen, beispielsweise sich die Haare zu richten.

Die Smartbrush gibt es in vier unterschiedlichen Größen. Nach der Nutzung wird sie in einem Dock unter UV-Licht gereinigt, während sie wieder aufgeladen wird. Über eine App kann der Nutzer Einstellungen wie die Geschwindigkeit der Bürsten vornehmen.

Skepsis ist angebracht

Wer nun mit ein wenig Skepsis erfüllt ist, der ist nicht alleine. Die Kommentare der Kickstarter-Kampagne sind durchaus voller Kritiker, die die Wirksamkeit der Bürste hinterfragen. Das hindert die Kampagne allerdings nicht daran, wie bei Kickstarter durchaus öfters üblich zu explodieren. Nach ein paar Tagen konnte Unico 700.000 Euro einsammeln – das ursprüngliche Ziel betrug 75.000 Euro. Das Basis-Kit beginnt bei 99 Euro.

Das Unternehmen hinter der Smartbrush hat eine ambitionierte Timeline vorgelegt. Die Produktion soll bereits im Dezember 2017 starten und die Auslieferung soll im Februar 2018 beginnen. Unico wäre allerdings nicht das erste Kickstarter-Produkt, das erst mit deutlicher Verspätung oder gar nicht ausgeliefert wird.

In der Theorie klingt die Unico Smartbrush vielversprechend. Allerdings gehört die Kickstarter-Kampagne zu der Sorte, die ein Investment ein bisschen wie Lottospielen erscheinen lässt. Und selbst wenn die Smartbrush funktioniert, wird sie erstmal beweisen müssen, dass sie so wirkungsvoll wie längeres Zähneputzen ist.

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3 Kommentare

  1. Sven Kilian

    8. Dezember 2017 at 19:32

    Es wäre schön, wenn ihr auch über den weiteren Werdegang berichten könntet. Über solche Dinge wird überall geschrieben (bzw. wird eine Meldung geteilt) und dann hört man nie wieder etwas davon. Daß die Projekte dann teilweise grandios scheitern, erfährt außer den Backern niemand mehr.
    L.U.C.Y., ein Alexa-kompatibles Gadget aus München, ist so ein Beispiel. Die DRVE GmbH hat auf Kickstarter und Indiegogo 300.000 € gesammelt, um dann festzustellen, daß es nie zu einer Auslieferung kommen wird. Auf Indiegogo ist die Kampagne immer noch aktiv, dort gibt es nicht einmal mehr sporadische Updates von den „Machern“. KS und Indiegogo sehen sich nicht in der Pflicht. Leider ist L.U.C.Y. keine Ausnahme.

  2. Sven Kilian

    8. Dezember 2017 at 20:45

    Das war wohl selbst Kickstarter zu derb. 16 Stunden vor dem Ende wurde die Kampagne gestoppt.

  3. Sven Kilian

    8. Dezember 2017 at 21:01

    Nicht zu fassen. Jetzt sind sie auf Indiegogo online. Und das mit flexiblem Zielbetrag!

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