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Unternehmertum im Klassenzimmer – Sollen Teenager früher an das Gründen herangeführt werden?

Entrepreneurship in Schulen - Sollen Teenager fürher an das Gruenden von Unternehmen herangefuehrt werden

Entrepreneurship in Schulen – Sollen Teenager früher an das Gründen von Unternehmen herangeführt werden?

Entrepreneurship oder auf Deutsch Unternehmertum boomt in den US Amerikanischen Klassenzimmern wie nie zuvor. Mehr und mehr Schulen führen Teenager schon in jungen Jahren an das Thema „Unternehmensgründung“ heran. Im Jahre 1985 waren es knapp 250 Amerikanische Schulen die Entrepreneurship Unterricht anboten und heute sind es schon über 5000. Der Wachstum des Angebots zahlt sich vor allem bei den Teenagern aus, die vermutlich nicht studieren werden. Sie wollen etwas praktisches machen und die Idee ein Unternehmen zu gründen ist für die betroffenen Personengruppen ein Hoffnungsschimmer in ihrem Leben wie eine jüngst veröffentlichte Studie des „Nonprofit Network for Teaching Entrepreneurship“ in den USA zeigt.

Entrepreneurship in Schulen in den USA

Das „Nonprofit Network for Teaching Entrepreneurship“ hat sich zum Ziel gesetzt, vor allem an Schulen wo Kinder unterrichtet werden die aus Familien mit einem geringen Einkommen stammen, Unternehmer-Einheiten zu vermitteln. In der Umfrage zum Thema Unternehmertum in jungen Jahren hat die Organisation 500.000 Alumni`s des Kurses befragt, ob das Heranführen an das Gründen von Unternehmen im Teenager-Alter überhaupt Sinn mach und was diese darüber denken, bzw. was es ihnen persönlich gebracht hat. Die Studie hat interessante Ergebnisse hervorgebracht, die ganz klar für die Vermittlung eines Entrepreneurial Spirit´s im jungen Alter sprechen.

Die Ergebnisse der Studie als Übersicht

Studie zum Thema Unternehmertum Lerninhalte an US-Amerikanischen Schulen

  • 99% der Teilnehmer über 25 Jahren hat das Abitur bestanden. (85% ist der US Amerikanische Durchschnitt)
  • 90% der Teilnehmer zwischen 16 und 24 befinden sich gerade im College oder in der High School (60% ist der US Amerikanische Durchschnitt)
  • 88% der Teilnehmer bekamen nach ihrem Abitur einen Job (69% ist der US Amerikanische Durchschnitt)
  • 22% haben sich nach ihrem Abitur selbstständig gemacht (11% ist der US Amerikanische Durchschnitt)
  • 73% davon mit Erfolg sprich sie erzielen Profite

Sollen Teenager früher an das Gründen von Unternehmen herangeführt werden?

Um auf die Ausgangsfrage zurückzukommen: Die Studie zeigt, dass die Vermittlung von Unternehmerischen Inhalten und vor allem der Unternehmerischen Einstellung, des „Entrepreneurial Spirit“, den jungen Menschen vor allem aus gering verdienenden Haushalten nicht nur neue Hoffnung gibt, sondern sie auch anders denken und handeln lässt. Teenager, die in jungen Jahren lernen mit Geld gut umzugehen, Risiken abzuschätzen, Dinge schneller zu lernen und umzusetzen, halt wie ein Unternehmer zu denken, diese haben klar bessere Chancen in ihrer Zukunft entweder ein Job zu finden, mit Erfolg ein Unternehmen aufzubauen oder irgendeine andere beliebige Lösung zu finden. Wir finden: Auch im deutschsprachigen Raum sollten die Lehren des erfolgreichen Unternehmertums viel stärker in den Klassenräumen vertreten sein – denn davon profitieren nicht nur die einzelnen, sondern langfristig vor allem auch die Allgemeinheit.

Drei empfehlenswerte Artikel zum Thema im Blog

Video-Beispiel einer Teenage-Unternehmerin (Engl.)

Foto l Quelle: Bloomberg

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1 Kommentar

  1. Es ist wirklich interessant, an dieser Stelle von den sogenannten „Schülerfirmen“, „Young Companies“ o.ä. zu hören. Ich bin öfter in MV, einem Bundesland welches als strukturschwach und für junge Leute als eher hoffnungslos angesehen wird. Hier sind mir bei meiner Arbeit als Schulpsychologe mehrfach Schüler begegnet, welche in diesen Schülerfirmen engagiert sind. Das finde ich wunderbar. Ohne groß Werbung machen zu wollen möchte ich damit nur erwähnen, dass diese Bemühungen auch in Deutschland betrieben werden und ich kann jeden nur ermutigen, sich auf dieses Experiment einzulassen. Den oben genannten Aspekten kann ich nur vollständig zustimmen.

    Solche Projekte verdienen eine Erwähnung an möglichst vielen Stellen.
    Wer mehr Infos benötigt. Es gibt eine Webseite in MV. Nicht besonders gut, aber ausreichend um einen Überblick zu bekommen.

    Robert Jessen

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