Wenn man mit dem Flugzeug über das Meer fliegt, scheint es dort unendlich viel Platz zu geben. Für Windparks gilt dies bisher allerdings nur bedingt. Denn weil Offshore-Windfarmen im Boden verankert werden mussten, konnten sie nur in vergleichsweise flachen Gewässern gebaut werden. Konkret sollte die Wassertiefe nicht bei mehr als sechzig Metern liegen. Die norwegische Firma Statoil sieht darin ein Problem. Denn rund achtzig Prozent der Flächen, auf denen ein Meereswindpark denkbar wäre, besitzen eine größere Wassertiefe. Die Firma hat daher nun in Schottland den weltweit ersten schwimmenden Windpark erstmals Strom in das öffentliche Netz einspeisen lassen. Damit könnte zukünftig bis zu einer Tiefe von 800 Metern sauberer Windstrom erzeugt werden.


WindkraCopyright: Statoil

Das Projekt in Schottland soll globales Vorbild werden

Errichtet wurde die Windfarm 24 Kilometer vor der schottischen Stadt Peterhead. Dort ist das Wasser bis zu 129 Meter tief. Das Projekt soll allerdings nur den Anfang darstellen. „Die Erfahrungen aus der Hywind Windfarm in Schottland werden den Weg ebenen für neue Möglichkeiten auf dem globalen Markt für Offshore-Windenergie“, erklärte Irene Rummelhoff, bei Statoil unter anderen für die Erneuerbaren Energien zuständig. Geplant ist zudem, dass die Kosten für die Energieproduktion auf der schwimmenden Windfarm in den nächsten Jahren stark sinken werden. Als Zielkorridor wurden dabei 40 bis 60 Euro pro Megawattstunde im Jahr 2030 definiert. Damit wären die schwimmenden Windräder konkurrenzfähig.

Eine Speicherlösung soll die Einspeisung in das Netz verbessern

Allerdings ist auch auf dem Meer der Wind nicht so konstant wie dies für die öffentlichen Stromleitungen optimal wäre. Deshalb arbeitet Statoil gemeinsam mit dem Partnerunternehmen Masdar an einer Speicherlösung namens Batwind. Dort soll bis zu einer Megawattstunde Energie gespeichert werden können. Dies trägt dann dazu bei, dass in Schottland 20.000 Haushalte zukünftig nachhaltig mit Strom versorgt werden können. Die Standortwahl war zudem kein Zufall: Schottland ist eines der Länder mit der höchsten Produktion an Windenergie weltweit. Die erste Ministerin Nicola Sturgeon sieht ihr Land „an der Führungsposition in diesem globalen Wettlauf“. Schottland habe sich damit als „globales Zentrum für Energieinnovationen“ etabliert.

Via: Inhabitat


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