Die Liste der Interessenten klingt eindrucksvoll: Gerüchten zufolge sollen sowohl Microsoft, als auch Apple, Yahoo, Google und Facebook Interesse an einem Kauf des Social-News-Reader Prismatic gezeigt haben. Auf den ersten Blick erscheint dies etwas verwunderlich. Denn die App des Unternehmens fiel bisher bei den Kunden durch und hat mit deutlich abnehmenden Nutzerzahlen zu kämpfen. Zudem verließen zuletzt zahlreiche Führungskräfte das Unternehmen. Die großen Namen der Internetwelt dürfen deswegen auch eher weniger Interesse an der App selbst haben – vielmehr dürfte die zugrunde liegende Technik für die große Anzahl an namhaften Bietern verantwortlich sein.

Prismatic

Soziale Netzwerke saugen Leser auf

Denn Prismatic hat einen Algorithmus entwickelt, der den Lesern News-Artikel präsentiert. Das Besondere dabei: Diese Artikel basieren einerseits auf den angegebenen Interessen, sowie dem Leseverhalten der Vergangenheit – bezieht andererseits aber auch mit ein, welche Artikel die Freunde des Lesers interessant fanden. Die Idee dahinter ist klar: Die Technik setzt darauf, dass Freunde oftmals ähnliche Interessen und Ansichten haben und deswegen auf diese Art und Weise für den Leser interessante Artikel herausgefiltert werden können. Die grundlegende Technik funktioniert auch durchaus solide, der App ist es aber niemals gelungen gegen die großen sozialen Netzwerke anzukommen.

Integration in bestehendes Netzwerk möglich

Vielen Nutzern reicht es offenbar, wenn sie beispielsweise bei Facebook sehen, welche Artikel von ihren Freunden geteilt wurden. Eine zusätzliche App dafür zu installieren, erschien den meisten daher nicht notwendig – auch wenn die zugrunde liegende Technik deutlich ausgereifter ist. Aus dieser Tatsache erklärt sich allerdings auch das große Interesse der namhaften Firmen. Die Technik von Prismatic könnte einen großen Mehrwert liefern, wenn sie in ein bereits bestehendes soziales Netzwerk integriert würde. Dort könnten die Leser dann interessante News-Artikel sehen – ohne eigens eine App installieren zu müssen.

Quelle: TechCrunch

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