Dem 25-jährigen Stan Larkin wurde im Jahr 2014 das Herz entnommen – und erst mehr als ein Jahr später erhielt er ein Spenderorgan. Dass herzkranke Menschen für eine so lange Zeit ganz ohne dieses wichtige Organ leben können, erscheint wie ein Märchen – doch natürlich half dabei ausgeklügelte medizinische Technik.


Künstliches tragbares Herz hält die Patienten in guter Verfassung

Stan Larkin und sein Bruder Dominique litten an einer genetisch bedingten Herzmuskelerkrankung, die die Funktionalität des lebenswichtigen Organs stark beeinträchtigt. Als die beiden jungen Männer im Universitätsklinikum Michigan eingeliefert wurden, standen ihre Leben auf des Messers Schneide. Obwohl keine Spenderherzen für sie zur Verfügung standen, mussten die Ärzte die schwierige Entscheidung treffen, die kranken Organe zu entnehmen und einen technischen Ersatz zur Verfügung zu stellen. Die Brüder erhielten externe künstliche Herzen, die von Batterien angetrieben werden. Die Geräte wiegen etwa 6 Kilogramm und lassen sich ganz einfach auf dem Rücken transportieren. Sie sorgen dafür, dass die Herzpatienten in guter Verfassung bleiben, doch stellen sie keine Dauerlösung dar und sind auch nicht zum Basketballspiel geeignet, Stans Lieblingssport.


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18 Monate Achterbahnfahrt für Stan Larkin

Stan Larkin selbst beschreibt seine Emotionen in dieser zurückliegenden Zeit von 2014 bis Mai 2016 als eine Achterbahnfahrt. Während Dominique bereits 2015 ein Spenderherz erhielt, musste er selbst etwa 18 Monate warten, bis er das Gerät auf seinem Rücken wieder loswurde. Und doch handelte es sich bei der täglich zu tragenden Last um seinen Lebensretter, dem er es zu verdanken hat, dass er die Zeit bis zur Transplantation überhaupt heil überlebte. Aufgrund von nicht näher genannten anatomischen Besonderheiten beider Brüder hätte keine andere medizinische Lösung funktioniert als diese. Die Pumpe, die mit Druckluft arbeitet, nennt sich Freedom® portable driver, sie schenkt den Patienten nicht nur ein Leben nach der Herzentnahme, sondern sorgt auch dafür, dass sie sich bis zur Transplantation relativ frei bewegen können.

Quelle: interestingengineering.com

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