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Mit dopaminergen Neuronen gegen Parkinson

Morbus Parkinson ist für Betroffene eine belastende Krankheit, da sie sozusagen gezwungen sind, einem langsamen, aber stetig fortschreitendem körperlichen Verfall zuzusehen. Es gibt Behandlungsmethoden, aber keine Heilung. Und ab einem bestimmten Krankheitsfortschritt helfen auch die bekannten Behandlungsmethoden nur noch wenig. Neue Hoffnung könnte eine neue Zelltechnik aus den USA bringen.

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Dopaminerge Neuronen kontrollieren Bewegungen

Wissenschaftler der University of Buffalo haben eine neue Methode entwickelt, um menschliche Zellen zu dopaminergen Neuronen umzuprogrammieren, die bestehenden Techniken deutlich überlegen ist. Torbus Parkinson wird schon lange mit dem Verlust solcher dopaminergen Neuronen in der sogenannten Substantia Nigra des Gehirns assoziiert. Die Hirnzellen in der Substantiv Nigra kontrollieren bewusste Bewegungen und sollen mit einer Rate von 5 – 10 Prozent alle 10 Jahre degenerieren. Grund für die Degeneration sind oxidativer Stress und Entzündungsvorgänge. Deshalb suchen Forscher schon länger nach einem effektiven Weg, um die dopaminergen Neurone der Substantia Nigra zu reproduzieren. Bisher scheiterte dies immer daran, dass es schwer war, die benötigten Mengen zu produzieren.

Das Problem: Ein kleines Protein

Die Wissenschaftler identifizierten ein Protein namens p53 als das Problem bei der Reproduktion. Es handelt sich dabei um einen sogenannten Traanskriptionsfaktor, der Zellen anhand ihrer genetischen Information identifiziert. Durch die Unterdrückung der Aktivität von p53 gelang es den Forschern, die Zellen bereit für eine Umprogrammierung zu machen.

So gelang es schließlich, sogenannte Fibroblasten zu dopaminergen Neuronen umzuprogrammieren. Die Wissenschaftler konnten auch beweisen, dass es sich um die selben Neuronen handelt, die auch in der Substantia Nigra vorkommen. Die Methode hat den großen Vorteil, dass große Mengen Zellen in relativ kurzer Zeit umzuprogrammieren.

Um aus dieser Forschung letztlich auch eine Behandlung zu machen ist noch viel Forschungsarbeit nötig. Aber das Team aus den USA hat definitiv einen wichtigen Beitrag zur Forschung und speziell zur Parkinson-Forschung geleistet.

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