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US-Forscher gewinnen Seltene Erden aus einheimischer Kohle

Seltene Erden sind gar nicht so selten wie der Name zu implizieren scheint. Vielmehr kommen sie in beinahe allen Ländern der Welt vor. Das eigentliche Problem besteht allerdings darin, diese so zu isolieren, dass sie weiter verarbeitet werden können. Der bisher dazu notwendige Prozess ist einerseits oftmals sehr aufwendig und stellt zudem eine hohe Belastung für die Umwelt dar. Aktuell stammt daher der Großteil der Seltenen Erden auf dem Weltmarkt aus China – was allerdings in den USA Angst vor einer zu großen Abhängigkeit weckte. Denn Seltene Erden werden für fast alle modernen Technologiegeräte benötigt – vom Laptop bis zum Smartphone. Eine Gruppe von US-Forschern will daher nun Seltene Erden aus heimischer Kohle gewinnen.

Coal_mine_Wyoming

Ammoniumsulfat dient als umweltfreundliches Lösungsmittel

Um die Seltenen Erden von der Kohle zu trennen, kommt dabei Ammoniumsulfat zum Einsatz. Diese Lösung ist dabei vergleichsweise umweltfreundlich, denn das Ammoniumsalz wird beispielsweise auch als Düngemittelzusatz und in Biokläranlagen eingesetzt. „Wir haben mit verschiedenen Lösungsmitteln experimentiert, um eines zu finden, das gleichzeitig kostengünstig und umweltfreundlich ist“, erläutert Sarma Pisupati, einer der Autoren der Studie, den Verlauf des Findungsprozesses. Bisher können die Wissenschaftler dabei etwa 0,5 Prozent der Seltenen Erden aus der Kohle isolieren. Dies klingt vergleichsweise wenig, zeigt aber, dass die Forscher auf einem guten Weg sind. Denn schon ab einem Wert von zwei Prozent, wäre diese Art der Gewinnung vermutlich profitabel.

Seltene Erden könnten Kohleminen eine Zukunft bieten

Ein weiterer Vorteil der neuen Methode ist zudem, dass dabei auch Kohle von niedriger Qualität genutzt werden kann. Diese wird normalerweise schlicht aussortiert, weil sie nicht genügend Brennkraft besitzt. Diesen Abfall noch gewinnbringend einsetzen zu können, ist daher auch für die Betreiber von Kohleminen interessant. Diese geraten finanziell immer stärker unter Druck, weil viele Länder stattdessen auf eine umweltfreundlichere Art der Energiegewinnung setzen. In Großbritannien beispielsweise musste die letzte Kohlemine bereits für immer schließen. Die Gewinnung von Seltenen Erden könnte dabei eine Alternative darstellen, um die Folgen dieses Strukturwandels abzumildern.

Via: Popsci

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