Bei Cardano handelt es sich um eine technische Plattform, die auf der Blockchain-Technologie basiert und über eine eigene Cryptowährung verfügt. Die Macher hinter dem Projekt wollen – nach Bitcoin und Ethereum – die dritte Generation digitaler Währungen entwickeln. Eine Besonderheit von Cardano liegt in der engen Verzahnung mit der Wissenschaft sowie der Philosophie hinter der Idee. Dies führt dazu, dass die Cryptowährung mit einigen technischen Besonderheiten aufwarten kann. Langfristig soll sich die Ada genannte Cryptowährung als Zahlungsmittel für den Alltag etablieren. Dafür ist unter anderem die Aufstellung eigener Geldautomaten geplant. Anders als bei vielen alternativen Projekten ist zudem von Beginn an eine enge Zusammenarbeit mit den Regulierungsbehörden geplant.


Börsen an denen Cardano (ADA) gehandelt wird: Hier könnt Ihr Cardano (ADA) kaufen

Bild: Cardano

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Wer steckt hinter dem Cardano Netzwerk?

Gleich drei Institutionen stehen in Zusammenhang mit der Cryptowährung. Zum einen ist dies die Firma Input Output Hongkong (IOHK). Diese wird von Charles Hoskinson geleitet, der in der Szene kein Unbekannter ist: Bis zum Jahr 2014 war er bei Ethereum aktiv. Ziel des Unternehmens ist es, Forschungsarbeit im Bereich der Blockchain-Technologie zu leisten. Als zweiten Spieler gibt es die gemeinnützige Cardano Foundation in der Schweiz. Diese kümmert sich um die regulatorischen Details und soll so dafür sorgen, dass der neuen Währung kein Verbot droht. Dadurch sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, um auch mit großen und etablierten Firmen und Institutionen zu kooperieren. Zuletzt gibt es dann noch die japanische Firma Emurgo. Diese ist für den geschäftlichen Teil verantwortlich und will zunächst 25 Ada-Geldautomaten aufstellen.


Video: Cardano (ADA) einfach erklärt

Das Cardano-Projekt und die Wissenschaft

Hinter Cardano stehen zudem einige der renommiertesten Forscher im Bereich der Crypto-Szene. So engagieren sich unter anderem Bernardo David und Duncan Coutts. Sämtliche grundsätzlichen Entscheidungen fallen daher aufgrund von „academic-peer-reviewed research“ – also wissenschaftlich überprüfter Forschungsarbeit. Ein gutes Beispiel dafür ist die gewählte Programmiersprache. Als einzige Cryptowährung setzt das Projekt hier auf Haskell. Diese hat den Vorteil, dass sie über eine vergleichsweise große Fehlertoleranz verfügt – was bei einer neuen Technologie wie der Blockchain keine schlechte Idee ist. Die Zusammenarbeit mit angesehenen Wissenschaftlern soll zudem die Reputation von Cardano erhöhen und die Währung so interessanter für Kooperationen machen.

Börsen an denen Cardano gehandelt wird: Übersicht der Märkte

Was kann der Ada Token?

Die Cryptowährung innerhalb des Cardano-Systems existiert bereits und kann auch schon an verschiedenen Börsen gehandelt werden. Bisher gibt es aber quasi noch keine praktische Einsatzmöglichkeit. Später einmal soll es aber möglich werden, mit der ditigalen Währung Dienstleistungen zu vergüten, Waren zu bezahlen und Geld zu verschicken. Einen wichtigen Unterschied gibt es bei der Verteilung neuer Tokens. Denn Cardano setzt nicht auf das von den Bitcoins bekannte „Proof-of-Work“-Verfahren. Neue Ada-Token können also nicht geschürft werden. Stattdessen kommt der „Proof of Stake“-Ansatz zum Einsatz. Dabei werden die einzelnen Transaktionen durch zufällig ausgewählte Slot Leader bestätigt – die dafür eine entsprechende Entlohnung erhalten. Gewählt wurde dieses Verfahren, weil dadurch der enorme Energieverbrauch des Minings vermieden wird.

Wie sieht der weitere Fahrplan aus?

Wie bei fast allen Cryptowährungen gilt auch hier: Die Ideen klingen vielversprechend, wirklich umgesetzt wurde allerdings bisher nur ein Bruchteil. Bei Cardano geht man mit dieser Tatsache auch ganz offen um und hat einen Zeitplan für die Zukunft veröffentlicht. Demnach soll noch in diesem Jahr ein „Computation Layer“ auf den Markt kommen, der es ermöglicht, dezentrale Apps auf Basis der Cardano-Plattform zu veröffentlichen. Zuständig für die Entwicklung ist die bereits erwähnte Firma Input Output Hongkong. Bis zum Jahr 2020 soll die Plattform dann voll funktionsfähig sein und alle gewünschten Aspekte mitbringen. Ob der Zeitplan eingehalten werden kann, ist allerdings noch fraglich.

Die Kursentwicklung des Ada Token

Da der Handel mit dem Ada Token erst seit wenigen Monaten möglich ist, kann auch über die Kursentwicklung der Vergangenheit nicht viel gesagt werden. Seit Ende November ist aber eine deutliche Zunahme des Handelsvolumens zu beobachten, die zunächst mit einem starken Kursanstieg einherging. Anfang Januar wurde sogar die Marke von einem Euro je Token geknackt. Seitdem entwickelt sich der Kurs aber leicht rückläufig. Insgesamt sind aktuell 25,9 Milliarden Ada-Münzen verfügbar. Die Marktkapitalisierung liegt bei knapp über zwanzig Milliarden Dollar.

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