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US-Behörden nutzen Robotertiere im Kampf gegen Wilderer

Wilderer bringt man in erster Linie mit den illegalen Nashorn-Jagden in Afrika in Verbindung. Dort werden auch bereits einige innovative Ansätze zur Lösung der Problematik ausprobiert. So werden die gefährdeten Gebiete von Drohnen überwacht. Ein Biotech-Unternehmen entwickelt zudem ein künstliches Nashornhorn, das die Preise auf dem Weltmarkt ruinieren soll. Illegale Jagden gibt es aber auch in vielen Gebieten der USA. Auch dort setzen die Behörden nun auf Technik, um den Wilderern auf die Spur zu kommen. So werden dort ausgestopfte Tiere zu beweglichen Robotern umgebaut und in gefährdete Gebiete gestellt. Schießt dann einer auf die Tiere wird er auf frischer Tat ertappt – ohne ernsthaften Schaden anzurichten.

Echte Bären wie dieser sollen durch den Einsatz von Robotertieren geschützt werden. Foto: Jitze Couperus/Flickr

Echte Bären wie dieser sollen durch den Einsatz von Robotertieren geschützt werden. Foto: Jitze Couperus/Flickr

Ein riesiger Elch kostet bis zu 4800 Dollar

Die Tiere können dabei nicht laufen oder springen, sondern vollführen eher subtilere Bewegungen. Beispielsweise neigen sie leicht den Kopf oder heben den Arm. Zu den auf diese Weise nachgebauten Tieren gehören Elche, Hirsche, Füchse und Bären. Die Preise unterscheiden sich dabei logischerweise je nach Größe des Tieres und reichen von 700 Dollar für einen Fuchs bis hin zu 4800 Dollar für einen ausgewachsenen Elch. Eigentlich gut investiertes Geld zum Schutz der lebenden Tiere. Viele Aufsichtsbehörden scheuen aber die teure Anschaffung, weshalb der Humane Society Wildlife Land Trust in die Bresche gesprungen ist und insgesamt sechzehn Bundesstaaten mit einem beweglichen und doch ausgestopften Tier ausgestattet hat.

Ein Hersteller plant auch bereits die Produktion von Roboter-Nashörnern

Erste lokale Zeitungsmeldungen über glücklose Jäger, die auf Roboter geschossen haben, deuten darauf hin, dass die Fake-Tiere tatsächlich ihre Wirkung erzielen. Eine umfassende Auswertung der Einsätze wurde aber noch nicht vorgenommen. Gesteuert werden die Bewegungen dabei aktuell noch mit einer Funkfernbedienung – in Kürze soll es dazu aber auch eine App geben. Mike Kleman, Besitzer des Herstellers Robotic Decoys, hat zudem noch eine weitergehende Vision: „Ich würde wirklich gerne herausfinden, wie man Nashörner herstellt. Es gibt da ein gigantisches Problem mit Nashorn-Jagden in Übersee.“

Via: Popsci

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