Die Entfernung zwischen Vancouver und Seattle beträgt in etwa 230 Kilometer. Beide Städte sind dabei Heimat von zahlreichen Hightech-Unternehmen. Dementsprechend rege ist auch der Personenverkehr über die Landesgrenze hinweg. Ursprünglich war daher geplant, eine Hochgeschwindigkeitszugstrecke zwischen den beiden Metropolen zu bauen. Die Kosten für das Projekt wären allerdings immens: Schätzungen gehen von bis zu dreißig Milliarden Dollar aus. Eine Gruppe von Tech-Managern hat nun allerdings eine Alternative präsentiert: Auf der Interstate 5, die zwischen den beiden Städten verläuft, soll eine Extraspur für selbstfahrende Autos eingerichtet werden. Langfristig sollen konventionelle Fahrzeuge dann während der Rush Hour überhaupt nicht mehr auf dem länderübergreifenden Highway fahren dürfen.


Bis 2040 machen selbstfahrende Autos 75 Prozent des Verkehrs aus
Bis 2040 machen selbstfahrende Autos 75 Prozent des Verkehrs aus

Schon heute gibt es Extraspuren für Autos mit mehreren Leuten an Bord

Vorgestellt wurde das Konzept unter anderem von Tom Alberg, Manager bei Amazon, und Craig Mundie, früher in hoher Position bei Microsoft tätig. „Eine verbesserte Transportsituation zwischen Seattle und Vancouver ist nicht nur eine Sache der Freizeit und des Reisens; es geht darum sicherzustellen, dass Seattle und Vancouver ihren Vorsprung in der modernen Wirtschaftswelt erhalten und ausbauen können“, heißt es in einem Bericht des Expertengremiums. Für europäische Ohren mag der Vorschlag einige Spuren zu reservieren dabei etwas merkwürdig klingen. In den USA ist es aber durchaus üblich, bestimmte Spuren nur für einen Teil der Fahrzeuge freizugeben. So dürfen schon heute auf vielen Highways Autos mit mehreren Passagieren eine Extraspur benutzen.

Eine Reaktion der offiziellen Behörden liegt noch nicht vor

Zunächst sollen daher nun auch die autonomen Autos diese Spur mit benutzen dürfen. Erst wenn die Anzahl der selbstfahrenden Fahrzeuge eine bestimmte Grenze überschreitet, sollen sie dann eine eigene Extraspur bekommen. Die beteiligten Manager zeigen sich dabei überzeugt von dem Projekt: „Es würde die beiden Städte besser miteinander verbinden und eine Message versenden, dass Seattle und Vancouver offen sind für neue Ideen und neue Gedankengänge“, schreiben die Experten. Was allerdings die kanadischen und amerikanischen Behörden von der Idee halten, ist noch nicht bekannt. Zunächst soll das Konzept nun auf der „Emerging Cascadia Innovation Corridor Conference“ ausgiebig diskutiert werden.


Via: CBC

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