Zum zweiten Mal hintereinander haben die Finnen einen ganz besonderen Wettbewerb gewonnen: Das Sustainable Development Solutions Network krönte die Nordmenschen zum glücklichsten Volk auf Erden. Im Klartext: Wir haben etwa 5 Millionen Menschen vor uns, die sehr lange, kalte Winter ertragen müssen. Warum geht es denen so gut – und uns nicht?


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Deutschland erreicht nur den 17. Platz

Natürlich schaffen es zum oberen Ende der Glücklichkeitsskala normalerweise nur Länder, die Frieden und einen gewissen Wohlstand zu verzeichnen haben. Aber das ist im Moment auch für Deutschland keine besondere Hürde, schließlich findet auch hier kein Krieg statt und die meisten Menschen haben mehr als genug zum Leben. Allerdings reicht es für uns trotzdem nur für den 17. Platz: Liegt es an der inneren Einstellung? Ein Stück weit garantiert. Aber die ist immer auch das Resultat äußerer Bedingungen.

Baden, sonnen, wandern, träumen …

Finnland besteht zu über 70 % aus Wald und beinahe jeder Einwohner besitzt eine eigene Hütte im Grünen. Die wenigen, die nicht damit aufwarten können, mieten sich im Sommer ein Häuschen, um ein paar Wochen mitten in der Natur zu verbringen, oftmals ohne W-LAN oder andere Annehmlichkeiten der Zivilisation. Der Sommer ist kurz, aber prägnant. Hoch im Norden wird es nachts nicht einmal mehr dunkel, in dieser Zeit gibt es ganz viel zu tun: wandern, Beeren sammeln, baden, sonnen und träumen. Vielleicht erleben die Finnen ihre warme Jahreszeit gerade deshalb so intensiv, weil diese so kurz ist.


So klappt es mit dem Glück

Zudem versüßen die Nord-Europäer sich die kalte Jahreszeit sehr gerne mit Saunieren. Geschätzte 1,7 Mio. Saunen soll es dort oben geben, und sie werden rege genutzt. Jeder, der mag, kann sich gern an einen Aufguss wagen, außerdem wird beim Schwitzen kräftig geschwatzt und gelacht. Saunieren, das ist ein gesellschaftliches Event und eine spezielle Art Kultur für die Finnen. Mit unseren strengen Schweige-Saunen hat das nicht viel zu tun. Ob Sommer oder Winter: Es gilt, immer den gegebenen Moment zu genießen, so, wie er eben ist. Dann klappt es auch mit dem Glück.

Quelle: focus.de

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1 Kommentar

  1. Joachim Griener

    5. Mai 2019 at 09:33

    Eure Statistik ist für’n Eimer. Wer öfter da oben ist weiß das es nicht stimmt !

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