Bäume sind Leben: Wo sie wachsen, siedeln sich mit der Zeit auch andere Pflanzen und Tiere an. Doch in ausgedörrtem, trockenem Boden kann kein Sämling Fuß fassen, es sei denn, er erhält teure und aufwändige Pflege. Die Land Life Company hat ein kostengünstiges Schutzsystem für kleine Bäume erfunden, die noch richtig groß werden möchten.


The Cocoon besteht auf Papiermasse und Getreideabfällen

In 12 Ländern der Erde ist die Land Life Company bereits aktiv geworden, dort existieren seit einiger Zeit Partnerschaften mit Aufforstungsprogrammen, die dafür sorgen, dass entwaldete Flächen wieder in neuem Grün erstrahlen. Aktuell wurden Aktionen in Peru und Chile ins Leben gerufen, etwas länger laufen die Programme in Europa, Nordamerika, Afrika und Australien. Jeder auf dürrem Boden gepflanzte kleine Baum erhält seine eigene natürliche Verpackung, die ihn nährt und schützt, bis er groß genug ist, um ohne sie auszukommen. The Cocoon nennt sich dieses Wunderwerk aus Papiermasse und Getreideabfällen, das wie eine Gugelhupfform aussieht. Mit der Zeit zersetzt es sich, während der kleine Baum Wurzeln schlägt.


So funktioniert „The Cocoon“

Vimeo

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Vimeo.
Mehr erfahren

Video laden

Bis zu 95 % der angepflanzten Bäume überleben dauerhaft

Die Seitenwände des Kokons sind hoch genug, um Tiere fernzuhalten, die die zarte Pflanze gern fressen würden, sie dienen aber auch als Schutz gegen Sonne und Wind. Das Material wurde mit Mykorrhizapilzen angereichert, die sich in beinahe jedem Waldboden finden: Sie liefern Wasser und Nährsalze.

Die Erfolgsquote dieses Systems klingt wirklich überzeugend: Bis zu 95 % der angepflanzten Bäume überleben dauerhaft! Lokale Baumschulen liefern die zum jeweiligen Ökosystem passenden, kräftigen Sämlinge. Die Kokons für kleinere Projekte werden in Deutschland hergestellt und dann verschifft, große Produktionsreihen lassen sich an den Pflanzungsort verlagern. Der Sitz der Land Life Company befindet sich in den Niederlanden, doch das Unternehmen versteht sich als international. Die Kosten für diese Art der Baumaufzucht auf eigentlich lebenswidrigem Gelände liegen in etwa bei einem Zehntel des Preises, der für klassische Maßnahmen fällig wird. Damit lassen sich für dasselbe Geld also zehnmal so viel Bäume pflanzen! Wenn man bedenkt, dass etwa 2 Milliarden Hektar Land weltweit darauf warten, wieder zu neuem Leben zu erwachen, lässt sich hier durchaus ein kleiner Hoffnungsschimmer erkennen.

Quelle: inhabitat.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.