E-Mobilität könnte eine wesentliche Säule der Energiewende werden. Die Speicherkapazität der verbauten Akkus und damit die Reichweite der strombetriebenen Fahrzeuge wird bislang von Experten und Verbrauchern als beschränkendes Element für die flächendeckende Verbreitung der E-Mobilität formuliert. Um der Problematik zu begegnen, hat sich die Europäische Union im März 2023 auf verbindliche Ziele zum Ausbau der Ladeinfrastruktur geeinigt. Wie die Tagesschau berichtete, soll es künftig an den wichtigsten Verkehrsachsen mindestens alle 60 Kilometer Ladesäulen geben. Ziel des EU-Rates aus den Mitgliedstaaten und des Europäischen Parlamentes sei es, mehr Ladekapazitäten in den Städten sowie entlang der Autobahnen zu schaffen. Im Rahmen der Einigung wurde festgelegt, den verbindlichen Ausbau der Infrastruktur zunächst auf das so genannte TEN-V-Kernnetz beschränken und damit auf die wichtigsten Hauptverkehrsstraßen der EU.


3,4 Millionen öffentliche Ladestationen bis 2030 erforderlich

In Deutschland ist davon insbesondere ein Großteil der Autobahnen betroffen. Hier könnte ein Ausbau des Ladestationnetzes einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass E-Fahrzeuge künftig auch für die Nutzung auf Langstrecken zu einer Alternative zum Verbrennermotor werden. Europaweit, so E.ON One, werden damit in der Europäischen Union bis 2030 rund 3,4 Millionen öffentliche betriebsbereite Ladestationen benötigt. Mit seinem neuen Produkt SpotOne möchte der Konzern einen entscheidenden Beitrag zum effizienten Ausbau der vorhandenen Ladeinfrastruktur leisten.


Mehr Ladestationen für E-Fahrzeuge in Deutschland und der ganzen Europäischen Union – so lautet das verbindliche Ziel, das die Mitgliedstaaten sich für das Voranbringen der E-Mobilität gesetzt haben. Für Deutschland bedeutet das, zahlreiche Lücken zu schließen und das Netz aus Ladepunkten im gesamten Bundesgebiet dichter zu weben.

Umfangreiche Planung ist Voraussetzung

Mit der Vorgabe, dass entlang des TEN-V-Kernnetzes alle 60 Kilometer eine Ladestation zur Verfügung stehen muss, ist ein Rahmen vorgegeben. Dennoch erfordert die Auswahl geeigneter Standorte für einen Ladepunkt eine umfangreiche Planung, in die verschiedene Aspekte miteinfließen müssen. Zunächst gilt es, verschiedene Points of Interest in dem vorgegebenen Radius zu ermitteln und ihre Bedeutung für das europäische Verkehrsnetz zu prüfen. Hier werden Aspekte wie die Bevölkerungsdichte an den verschiedenen POI, die Verbreitung von E-Fahrzeugen in dem potenziellen Einzugsgebiet und die bereits bestehende Verfügbarkeit von Ladepunkten in der Region herangezogen. Auch die Umsetzbarkeit für die Installation einer neuen Ladestation und die Anschlusskosten an das elektrische Netz sind im Einzelfall zu prüfen.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.