Es begann im Jahr 2008: In der Nähe von Görlitz wurde damals ein männlicher Elch gesichtet, der den Kosenamen »Knutschi« erhielt. Das Tier war nicht aus dem Wildtierpark ausgebrochen, sondern es handelte sich um einen eingewanderten Jungbullen, der sich vor Ort niederließ. Er blieb kein Einzelfall, mittlerweile hat der Riesenhirsch einige Gesellschaft bekommen.


Von Malene Thyssen (User <a href=“https://da.wikipedia.org/wiki/User:Malene“ class=“extiw“ title=“da:User:Malene“>Malene</a>) – <span class=“int-own-work“ lang=“de“>Eigenes Werk</span>, CC BY-SA 3.0, Link

Elche leben gern in Moorwäldern und auf Feuchtwiesen

Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts gelten die Elche in Deutschland aus ausgestorben. Im hohen Norden Europas, vor allem in Schweden, sind sie allerdings noch relativ stark verbreitet, ebenso wie in Teilen Amerikas und Asiens. Die Exemplare, die nun in Ostdeutschland ihr Revier aufschlagen, stammen aus Tschechien und Polen, dort haben sich in letzter Zeit kleine Populationen angesiedelt. Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern sind ihr Ziel, einige von ihnen schaffen es auch bis nach Bayern. Am liebsten leben sie dort, wo es nur sehr wenig Menschen gibt, dafür aber unberührte Feuchtwiesen und Moorwälder. Dort finden die Elche hervorragende Lebensbedingungen vor, und wenn man sie in Ruhe lässt, siedeln sie sich nicht nur an, sondern vermehren sich auch.

Erstes Elch-Warnschild in Brandenburg aufgestellt

Experten vertreten die Ansicht, dass in Deutschland durchaus eine neue Ära der Elche beginnen könnte. Eine Zeit, in der die Schwergewichte wieder dauerhaft bei uns sesshaft und in bestimmten Gegenden zur Normalität werden. Im brandenburgischen Landkreis Teltow-Fläming gibt es seit kurzem sogar schon ein Elch-Warnschild, das uns Deutschen hauptsächlich aus Skandinavien bekannt ist. Es warnt vor dem Elchbullen Bert, der im Jahr 2018 aus Polen einwanderte. Der gehörnte Gigant hat wenig Respekt vor Autos und wandert gern mal im langsamen Trab mitten über die Straße. Die meisten Autofahrer rechnen hierzulande eher weniger mit einer solchen Verkehrsbehinderung, darum tut Vorwarnung not. Inzwischen trägt Bert ein Telemetrie-Halsband: Die Eberswalder Hochschule für nachhaltige Entwicklung beobachtet das Tier damit auf Schritt und Tritt.
Quelle: galileo.tv


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