Seit dem 25.05. ist die neue EU-Datenschutzregelung DSGVO anwendbar. Diese führte bei vielen Unternehmen und Dienstleistern zu einer gewissen Verwirrung. Nicht zuletzt scheint die Umstellung auf den neuen Datenschutz aber auch ein Einfallstor für Betrüger zu sein. In den letzten Tagen wurden zumindest vermehrt Phishing-Mails bemerkt, die sich die DSGVO zunutze machen. Wir sagen euch, wie ihr diese Mails erkennt.


Das Fischen nach Daten ist derzeit in Mode

Zahlreiche Unternehmen verschickten in den letzten Tagen Mails, in denen sie ihre Nutzer aufgrund der DSGVO aufforderten, ihre Nutzerdaten erneut zu bestätigen. Mails dieser Art kamen unter anderem von Amazon, Ebay oder PayPal. Die Verbraucherschutzzentrale hat nun eine Warnung wegen einem akuten Anstieg an Phishing-Mails herausgegeben. Zahlreiche Betrüger versuchen, ihre falschen Mails in der Flut an DSGVO-Mails untergehen zu lassen und so an Daten zu kommen.


Mehrere Unternehmen haben sich bereits an ihre Kunden gewarnt, um ebenfalls vor Phishing zu warnen. So verschickte etwa das Unternehmen Drivenow folgende Warnung: „Auch im Namen von Drivenow wurden jüngst Phishing-E-Mails versendet, die nicht von Drivenow stammen. Solltest Du eine E-Mail mit dem Betreff ‚DSGVO Legitimierung erforderlich‘ oder mit ähnlich lautendem Betreff erhalten, die Drivenow als vermeintlichen Absender hat, klicke keinesfalls auf darin enthaltene Links, verschiebe die E-Mail in deinen Spam-Ordner oder lösche sie gleich komplett und gib keine persönlichen Daten preis. (…) Drivenow wird dich niemals per E-Mail dazu auffordern, sensible Kundendaten wie deine PIN über einen E-Mail-Link einzugeben!

Wie erkennt man Phishing-Mails?

Bei der momentanen Flut an Mails, mit denen im Rahmen der neuen DSGVO Daten bestätigt werden sollen, heißt es genau aufpassen, damit die eigenen Daten nicht an der falschen Adresse landen. Wir verraten euch, woran ihr eine Phishing-Mail erkennt:

  • Das wichtigste Merkmal ist, wenn in der Mail nach Zugangsdaten oder gar einer Ausweiskopie gefragt wird. Seriöse Unternehmen würden euch niemals solche Daten über eine Mail übertragen lassen.
  • Oft fehlt euer Name in den Phishing-Mails, ihr werdet mit „Sehr geehrter Kunde“ oder ähnlichem angesprochen.
  • Mails auf Englisch sollten auch immer eine Alarmglocke laufen lassen. Zwar kommunizieren manche Unternehmen nur auf Englisch, aber dennoch ist hier Vorsicht geboten.
  • Aufforderungen wie „Handeln Sie jetzt, oder ihr Account wird gesperrt“ sind ein deutlicher Hinweis auf Phishing.
  • Links, die zu ungeschützten Seiten führen, auf denen ihr eure Zugangsdaten eingeben müsst, sind auch verdächtig. Hier müsst ihr aufpassen, manchmal sehen die Seiten den Login-Seiten des jeweiligen Dienstes verblüffend ähnlich.
  • Selbst gut gemachte Phishing-Mails sind oft durch einen Blick in den Header der Mail erkennbar.

Falls ihr Phishing vermutet, solltet ihr keinesfalls irgendwelche Daten angeben, sondern am besten direkt beim Kundenservice des jeweiligen Unternehmens n nachfragen. Außerdem können Phishing-Mails an die Verbraucherzentrale weitergeleitet werden.

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