Eine Konkurrenz zum Satelliten-Internet soll das superschnelle Übertragungssystem der Google-Ausgründung Taara werden: Es braucht keine Erdkabel, aber auch keine teuren Himmelskörper. Enorme Übertragungsraten von bis zu 25 Gbps sollen damit möglich sein, bei niedriger Latenz, die ein Satellitensystem aufgrund der langen Wege nicht liefern kann. Distanzen von bis zu 10 (oder, mit größeren Geräten, gar bis 20) Kilometer ließen sich damit überbrücken. Auch über Hindernisse hinweg, seien sie nun natürlich oder durch Menschen angelegt. Wie funktioniert das Ganze?


Symbolbild: modernes Internet

Siliziumplatine mit winzigen Lichtemittern für biodirektionale Übertragung

Taaras Lightbridge und Beam basiert auf optischen Phased-Array-Modulen, aufgebaut auf einer Siliziumplatine mit mehr als tausend winzigen Lichtemittern. Das System formt und lenkt für Menschen unsichtbare Lichtstrahlen zwischen Geräten mit Sichtverbindung. Jedes Gerät hat die Größe einer Schuhschachtel bei einem Gewicht von 8 Kilogramm. Die kleinen Anlagen brauchen keine Extra-Masten, meist es reicht es, sie an hohen Gebäuden oder an anderen bestehenden Erhöhungen zu montieren. Die Datenübertragung läuft bidirektional und ist in ihren Werten mit Glasfaser vergleichbar.

Kein Aufreißen von Straßen, kein Verlegen von Kabeln: ruckzuck betriebsbereit

Ob in dichtbesiedelten Städten oder abgelegenen Gebieten – die Lichtübertragung soll ohne besonderen Aufwand für eine erhöhte, ultraschnelle Konnektivität sorgen. Kein Aufreißen von Straßen, kein Verlegen von Kabeln und eine Betriebsbereitschaft innerhalb weniger Stunden: Die Vorteile sind nicht zu leugnen. Bereits 2025 meldete das Unternehmen einen Durchbruch bei softwaregesteuerten Chips, die in der Lage sind, ohne besonders viele mechanisch bewegliche Teile, Licht zu lenken. Die nun schon etwas ältere Lightbridge-Infrastruktur ist inzwischen in 20 Ländern aktiv. Nun folgt also das Lightbridge-Pro-System und hebt die Übertragung auf ein neues Level.


Wenn sich keine unerwarteten Probleme ergeben, könnte es sich hier um das Internet der Zukunft handeln. Es ist deutlich kostengünstiger und unkomplizierter als vorherige Systeme und rangiert bei den Übertragungsraten ganz weit oben. Wo mag hier der Haken sein?

Quelle: newatlas.com 

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