Zu den Klimaschutzmaßnahmen der Europäischen Union gehörte auch die Festlegung von CO2-Grenzwerten. Seit Januar darf die Neuwagen-Flotte eines Herstellers im Schnitt 95 Gramm CO2 pro Kilometer und Auto ausstoßen. Wie aus einer Studie hervorgeht, werden mehrere Automobilhersteller gegen diese Grenzwerte verstoßen. Die Konsequenz können Strafen in Milliardenhöhe sein.


Zehn Hersteller werden zahlen müssen

Die Studie der Unternehmensberatung Deloitte kam zu dem Schluss, dass insgesamt zehn Autohersteller nächstes Jahr mit Strafen rechnen, die sich insgesamt auf 3,3 Milliarden Euro belaufen werden. Im vergangenen Jahr stießen Neuwagen in der EU im Schnitt 108 Gramm CO2 pro Kilogramm aus. In diesem Jahr dürfen die Hersteller noch die Prozent ihrer Flotte, die die schlechtesten Werte erreichen, aus den Werten herausrechnen, um die Grenzwerte zu erreichen. Ab nächstem Jahr ist damit indes Schluss: Für jedes Gramm über den Grenzwerten müssen 95 Euro gezahlt werden – für jedes verkaufte Auto. Bis Ende des Jahrzehnts werden die Grenzwerte schrittweise auf 59 Gramm gesenkt.


Grenzwerte werden den Herstellern noch mehrere Jahre zu schaffen machen

Welche 10 Hersteller nächstes Jahr mit Strafen rechnen müssen, gab Deloitte nicht bekannt. Allerdings erklärten die Branchenexperten, dass die Überschreitung der Grenzwerte für nächstes Jahr für die Hersteller so gut wie sicher seien  – kurzfristige Maßnahmen wie elektrifizierte oder besonders sparsame Fahrzeuge seien kaum noch geeignet, die Gefahr von Strafzahlungen abzuwenden.

In der Studie heißt es außerdem, dass der Anteil der SUV-Fahrzeuge bis 2026 auf 41 Prozent steigen werde. Davon werden 40 Prozent als Plug-in-Hybrid oder Elektroauto unterwegs sein. Unter den anderen Fahrzeugen sollen es 32 Prozent sein. Insgesamt erwarten die Experten einen Plug-in- und Elektroauto-Anteil von 34 Prozent.

Die CO2 Grenzwerte werden die Hersteller dennoch noch über Jahre hinweg beschäftigen: „ Damit einhergehende Profitabilitätseinbußen sind nur bedingt abwendbar. Die Autohersteller haben heute die Wahl, ob sie hohe CO2-Strafen an die EU zahlen oder E-Autos zu Preisen verkaufen, bei denen sie wenig bis nichts verdienen. E-Autos werden noch in den nächsten Jahren ein Zuschussgeschäft sein„, so Thomas Schiller von Deloittte.

via Deloitte

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