Die Corona-Krise hat auch die Präsentation neuer Autos erheblich verändert. Große Events mit viel Presserummel sind aktuell schlicht nicht möglich. Auch die sonst oftmals für Neuvorstellungen genutzten Messen finden aktuell nicht statt. Diese Erfahrung musste auch das Unternehmen Hyperion machen, das seinen neuen Supersportwagen XP-1 eigentlich in diesem Jahr auf der New York International Auto Show präsentieren wollte. Stattdessen fand die Vorstellung nun im Internet statt. Um trotzdem die nötige Aufmerksamkeit zu erzeugen, haben die Entwickler einige extrem spannende klingende Details veröffentlicht. So werden die an Bord befindlichen Elektromotoren durch eine Brennstoffzelle angetrieben. Das Fahrzeug wird also nicht an der Steckdose aufgeladen, sondern mit Wasserstoff betankt. Selbst auf eine Pufferbatterie haben die Konstrukteure verzichtet. Dennoch soll die Reichweite bei stolzen 1.600 Kilometern liegen.


Bild: Hyperion

Das Auto wiegt nur knapp eine Tonne

Möglich wird dies unter anderem durch das extrem geringe Gewicht. Denn die Basis des Fahrzeugs bildet ein Kohlefaser-Monocoque, das von einer titanverstärkten Karosserie aus Karbon umgeben ist. Alles in allem kommt der Supersportwagen lediglich auf ein Leergewicht von 1.031 Kilogramm. Auf die in den Vereinigten Staaten oftmals angegebenen 60 Meilen pro Stunde beschleunigt der Flitzer innerhalb von nur 2,2 Sekunden. Voll ausgefahren können zudem Geschwindigkeiten von bis zu 355 Stundenkilometern erreicht werden. Um ein Familienfahrzeug handelt es sich allerdings nicht: Im Inneren des Sportwagens befinden sich lediglich zwei Sitze. Auch auf andere typische Merkmale wurde nicht verzichtet. So öffnen die Türen sich scherenartig nach oben. Die Außenwelt wird zudem durch ein verglastes Cockpit betrachtet. Ein integriertes 98 Zoll großes Curved-Display lässt sich außerdem per Gestensteuerug bedienen.

Viele Details wurden bisher noch nicht kommuniziert

Bis hierhin klingt dies erst einmal nach einem hochspannenden Fahrzeug. Wer nun allerdings gleich zuschlagen möchte, muss sich beeilen. Denn die Produktion soll auf lediglich 300 Fahrzeuge beschränkt werden. Vorbestellungen werden bereits entgegen genommen. Wie viel der Spaß allerdings kosten soll, ist bisher nicht bekannt. Auch sonst hält sich der Hersteller mit weitergehenden Informationen noch sehr zurück. Kommuniziert wurde lediglich ein geplanter Produktionsstart im Jahr 2022. Spätestens dann sollte man wohl sehen können, ob auf die großen Ankündigungen auch tatsächlich ein entsprechend reizvolles Auto folgt. Auch dies ist in Corona-Zeiten anders als sonst: Nachfragen bezüglich der vorgestellten Eckdaten zu stellen ist bei Online-Präsentationen deutlich schwieriger während der Präsenzveranstaltungen der Vergangenheit.


Via: Ars Technica

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